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Dezentrale Antriebstechnik: Material- und Installationskosten senken

Fortsetzung des Artikels von Teil 2.

Die dezentrale Antriebstechnik

3_Verringerte Anzahl der Kabel Bildquelle: © AMK

Nicht nur die Kabellänge reduziert sich: Mit dem dezentralen Ansatz verringert sich auch die Anzahl der Kabel, die durch die Maschine geschleift werden, erheblich.

Zu signifikanten Einsparungen bei der Verkabelung führt nur eine dezentrale Anordnung der Leistungselektronik innerhalb der Maschine. Dieses Vorgehen orientiert sich vor allem am nachhaltigen Trend zum modularen Maschinenbau. Für unabhängige, flexibel kombinierbare Einzelmodule muss sich in erster Linie die zunehmende Zahl von Servoantrieben flexibel vernetzen und steuern lassen. Dadurch verändert sich die Verkabelungsarchitektur: Werden die Servoregler motornah in der Maschine platziert, müssen die Motorkabel (Leistungskabel und Geberkabel) nicht mehr zentral vom Schaltschrank zu jedem Antrieb gezogen werden. Stattdessen gilt es lediglich, die Leistungs- und Echtzeit-Ethernet-Kabel von einem zum anderen Servoregler durchzuschleifen. Die Motorkabel fallen dadurch jeweils sehr kurz aus.

Bei einer Maschine mit mehreren Achsen kommen hier schnell einige Meter zusammen, die eingespart werden können. Um bei unserem Beispiel der sechsachsigen Verpackungsmaschine zu bleiben, würden nur noch etwa 32 m Kabel benötigt, wenn man von rund 30 cm ­Kabellänge zwischen motornahem Servoregler und dem Servomotor ausgeht. Die Kabeleinsparung entspräche ungefähr 70 %. Und mit jedem Kabel, das nicht vorhanden ist, entfallen auch die entsprechenden Installationskosten.