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Dezentrale Antriebstechnik: Material- und Installationskosten senken

Je kompakter die Leistungselektronik der Antriebstechnik wird, desto mehr fällt der Anteil der Verkabelungs- und Installations­kosten ins Gewicht. Die Frage lautet daher: Wie kommt man mit ­möglichst wenig Material und Aufwand zu flexiblen und schnell installierten Maschinen?

A_Abspecken - aber wie Bildquelle: © AMK
1_Dezentrale Antriebstechnik Bildquelle: © AMK

Die dezentrale Antriebstechnik bietet enormes Einspar­potenzial: Einerseits wird die Kabellänge massiv reduziert und andererseits sinken die Installationskosten, außerdem fallen noch eine Reihe teurer Stecker weg.

Die Baugrößen der in modernen Antrieben verwendeten Leistungselektronik sind in den letzten Jahren massiv geschrumpft. Dies hat dazu geführt, dass besonders bei Wechselrichtern kleinerer Leistung (<5 kW) die Kabel und Stecker überproportional teuer geworden sind. Betrachtet man derzeit übliche Maschinen mit zentralen Antrieben, erfolgt die Verdrahtung sternförmig von den Wechselrichtern im Schaltschrank zu den Motoren in der Maschine. Was dies für die Verkabelung konkret bedeutet, lässt sich am Beispiel einer Verpackungsmaschine mit sechs Achsen erläutern, von denen die erste Achse vier Meter vom Schaltschrank entfernt ist und jede weitere jeweils zwei Meter weiter angeordnet ist.

Die Motoren der Verpackungsmaschine sind vom Schaltschrank aus sowohl mit Leistung als auch mit dem entsprechenden Geberkabel zu versorgen. Dabei fällt eine beachtliche Kabellänge von insgesamt 108 m an. Dazu kommt der entsprechende Zeitaufwand nicht nur bei der Installation, sondern auch hinsichtlich der späteren Wartung. Und nicht zuletzt bedeutet viel Verkabelung immer auch viele mögliche Fehlerquellen. Kurzum: Eine derartige Anwendung birgt eindeutig großes Einspar- und Verbesserungspotenzial. Doch wie lässt sich eine signifikante Kostenreduktion konkret erreichen?