Schwerpunkte

Abfüllung von Lebensmitteln

Achsen perfekt synchronisiert

16. Juli 2018, 00:00 Uhr   |  Heiko Füller


Fortsetzung des Artikels von Teil 3 .

Eine Software für alle Engineering-­Aufgaben

Zellenbrett, SEW
© VMS

Das Zellenbrett mit den Gebinden (Bechern): Gut sichtbar sind die Füllstellen. Die dichtungslosen Kolbenfüller ermöglichen eine über Jahre gleichbleibend hohe Füllgenauigkeit.

Apropos Programmierung: Solch leistungsfähige und durchaus komplexen Abfüllmaschinen, wie VMS sie entwickelt und umsetzt, erfordern bisher viele verschiedene Engineering-Tools (Inbetriebnahme, Programmierung, Diagnose etc.). Damit einher gehen in der Regel die Notwendigkeit zur Verwaltung diverser Schnittstellen, eine zeitaufwendige Maschinenprogrammierung und nicht zuletzt die Einarbeitung in viele unterschiedliche Software-Oberflächen. Eine entscheidende Vereinfachung für VMS hat sich diesbezüglich durch den Einsatz der neuen Automatisierungsplattform Movi-C von SEW mit der Engineering-Software Movisuite ergeben. Dieses All-in-one-Tool ist gleichermaßen bei der Planung, der Inbetriebnahme, der Bedienung und der Diagnose verwendbar – egal ob Standard- oder funktional sichere Komponenten, ob einzelner Umrichter oder ganze Maschine beziehungsweise Anlage.

Transportprozess über Servoantriebe
© SEW-Eurodrive

Der gesamte Transportprozess erfolgt kontinuierlich über Servoantriebe. Im Bild: die Antriebe zur Fülltechnologie – Becher anheben, Kolben (Produkt anziehen und ausstoßen) sowie Reiber (Öffnen der Produktzufuhr in das Gebinde).

Ergänzend zur klassischen Programmierung reduziert eine Vielzahl von Applikationsmodulen deutlich die Komplexität. Dadurch lassen sich anspruchsvolle Bewegungskinematiken durch einfache Parametrierung realisieren. Ein weiterer Vorteil der Lösung ist die Durchgängigkeit: vertikal von der Steuerung bis zum Getriebemotor sowie horizontal durch alle Elektronikkomponenten. Das bedeutet: Eine Oberfläche statt verschiedener SW-Tools oder Produkte, die wiederum andere Tools und Oberflächen zur Inbetriebnahme oder für Service-Zwecke benötigen. Außerdem entfallen zusätzliche Datenschnittstellen beziehungsweise der damit in der Regel verbundene Programmieraufwand.

Deckelaufleger mit Deckelsterilisation, SEW
© VMS

Der Deckelaufleger mit dem Plug-In Deckelsterilisation. Der Sterilbereich ist vollständig von den Antriebselementen getrennt. Das ermöglicht einen schnellen und einfachen Wartungszugang.

Neben der Flexibilität in Sachen Engineering sowie bei der Wahl der übergeordneten Steuerungen ist das Thema Service von großer Bedeutung für VMS – hat sich das Unternehmen doch ursprünglich aus einem Servicedienstleister für die Wartung von aseptischen Verpackungsmaschinen entwickelt. Auch heute noch bietet VMS kundenspezifische Serviceleistungen an: Wartung, Reparatur, Umbau oder Modernisierung von Verpackungs- und Abfüllmaschinen verschiedener Fabrikate. Weil die Abnehmer der Maschinen unter erheblichem Zeitdruck stehen, ihre Lieferverpflichtungen einzuhalten, ist VMS darüber hinaus auf einen reaktionsschnellen Service durch seine Zulieferer angewiesen – und hat in SEW-Eurodrive dafür den richtigen Partner gefunden. 

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1. Achsen perfekt synchronisiert
2. Bis zu 38.000 Becher pro Stunde
3. Die Motion-Control-Architektur
4. Eine Software für alle Engineering-­Aufgaben
5. Erste Schritte in Richtung virtuelle Realität

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