Schwerpunkte

Abfüllung von Lebensmitteln

Achsen perfekt synchronisiert

16. Juli 2018, 00:00 Uhr   |  Heiko Füller


Fortsetzung des Artikels von Teil 1 .

Bis zu 38.000 Becher pro Stunde

Patentierter Twist-Füller, SEW
© VMS

Die Abfüllmaschinen von VMS können mit nur einer Düse sehr unterschiedliche Muster erzeugen.

Bei der Becherabfüllung, die etwa für Joghurt oder Fruchtquark typisch ist, befüllen die Maschinen pro Stunde bis zu 38.000 Becher. Trotz dieses enormen Ausstoßes halten die Abfüllanlagen höchste Hygienestandards bis zur Stufe log6 ein, die eine Keimreduktionen auf unter 10-6 der Ausgangskeimzahl beschreibt. Mit anderen Worten: 99,9999 % aller Keime werden abgetötet. Für die Reinigung und Sterilisierung der Abfüllmaschinen selbst ist ein intensiver, mehrstufiger Reinigungsprozess erforderlich. Er dauert etwa drei Stunden und wird je nach Produkt und Hygiene-Anforderungen in Intervallen von einem bis drei Tagen durchgeführt. Bei diesem ‚Cleaning In Place‘ (CIP) und ‚Sterilizationi In Place‘ (SIP) werden alle mit dem Produkt in Kontakt kommenden Bauteile und Rohrleitungen mit Sattdampf bei 143 °C sterilisiert und der Steril-Tunnel mit Wasserstoffperoxid desinfiziert.

unterschiedliche Muster, Twist Füller, SEW
© VMS

Mit dem patentierten Twist-Füller lassen sich zudem im Durchlauf gleich mehrere Produkte in beliebiger Abfolge einfüllen.

Mit seinen Maschinen beliefert VMS weltweit viele namhaften Lebensmittelproduzenten und Großmolkereien – darunter auch Emmi, der führende Schweizer Milchverarbeiter und eine der innovativsten Molkereien in Europa. Für diese hat VMS auch seine bislang wohl leistungsfähigste und vielseitigste Abfüllanlage der Baureihe ‚Kontifill Cupline‘ gebaut, die mit sieben verschiedenen Füller-Einheiten ausgestattet ist und bis zu 9600 Becher pro Stunde abfüllen sowie versiegeln kann. Laut VMS-Konstruktionsleiter Jürgen Lerner dürfte es auf dem Markt kaum eine zweite Maschine geben, die mehr Funktionen aufweist als diese kundenspezifische Entwicklung für Emmi. So bietet das modular ausgelegte Maschinenkonzept die Möglichkeit, verschiedene Plug-Ins zur Optimierung des Abfüllprozesses aufzunehmen, die der Endkunde auf Wunsch dazubestellen kann – etwa wenn spezielle Topings oder Garnituren auf das zu füllende Produkt aufgebracht werden sollen.

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1. Achsen perfekt synchronisiert
2. Bis zu 38.000 Becher pro Stunde
3. Die Motion-Control-Architektur
4. Eine Software für alle Engineering-­Aufgaben
5. Erste Schritte in Richtung virtuelle Realität

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