Siemens: Der Mindsphere-Verein

Siemens ruft gemeinsam mit Partnerunternehmen die Nutzerorganisation 'Mindsphere World' ins Leben. Das Ziel des Vereins: Das Ökosystem rund um Mindsphere vorantreiben. Mit dabei sind auch Unternehmen, die bei anderen IoT-Plattformen mitmischen.

Helmrich Gründung Mindsphere World Bildquelle: © Computer&AUTOMATION

Klaus Helmrich, Mitglied des Vorstands der Siemens AG: "Das Rennen um industrielle Cloudlösungen geht gerade erst los - und durch die Zusammenarbeit in der 'Mindsphere World' werden wir jetzt ganz vorne mit dabei sein."

Das Ökosystem für das IoT-Betriebssystem Mindsphere weltweit ausbauen: Dieses Ziel hat Siemens gemeinsam mit 18 Partnerunternehmen bei der Gründung der Anwenderorganisation ‘Mindsphere World’ in Berlin ausgerufen. Hierfür will der Verein seine Mitglieder sowohl beim Entwickeln und Optimieren von IoT-Lösungen als auch beim Erschließen neuer Märkte unterstützen. Zudem ist das Erarbeiten von Empfehlungen geplant – zum einen zu den Anforderungen an das IoT-Betriebssystem, zum anderen zur Schaffung einheitlicher Spielregeln für die Datennutzung. Darüber hinaus schreiben sich die Partner die Förderung von Wissenschaft, Forschung und Lehre rund um Mindsphere auf die Fahne.

Zu den Mitgliedern gehören auch Unternehmen, die bei anderen Plattformen mitmischen. Etwa der Anbieter von Bestücklösungen ASM Assembly Systems, dessen Mutterkonzern ASM PT ein Gründungsmitglied der Adamos-Initiative ist. Der Werkzeugmaschinen- und Laserhersteller Trumpf betreibt mit Axoom eine eigene IoT-Plattform. Und Kuka gab erst im November bekannt, durch eine Beteiligung an Device Insight die IoT-Plattform des Tochterunternehmens Connyun stärken zu wollen. Zu dem Multi-Engagement bezog Michael Haag, Mitglied des Beirats von Mindsphere World und Senior Vice President bei Kuka, Stellung: Man muss auf mehreren Plattformen unterwegs sein. Dabei sei es in Zukunft ein wichtiger Punkt, Konnektivität zwischen den verschiedenen Lösungen herzustellen.

Wie entwickelt sich der Markt?

Eine Einschätzung, wie sich der Markt rund um die IoT-Plattformen in Zukunft entwickelt, äußerte Jan Mrosik, CEO der Siemens-Division Digital Factory: “Am Ende setzt sich nicht nur eine einzige Plattform durch. Ein bis zwei Handvoll werden sich letztendlich in diesem Markt etablieren.“ Dabei sieht er einen Vorteil von Mindsphere in der breiten installierten Basis von Siemens-Geräten – alleine schon die 30 Mio. Simatic-Steuerungen.

Zu den weiteren Unternehmen des neuen Vereins zählen Chiron, Eisenmann, Festo, Gebr. Heller Maschinenfabrik, Grob-Werke, Heitec, Index-Werke, J. Schmalz, Kampf Schneid- und Wickeltechnik, Kolbus, FFG Europe & Americas (MAG IAS), Nordischer Maschinenbau Rud. Baader, Rittal, Sick sowie die Michael Weinig AG. Die Nutzerorganisation ist als eingetragener Verein organisiert.

Jedes Mitglied muss sich auch finanziell einbringen, je nach Größe beziehungsweise Art der Institution – ob Universität, Verband oder Unternehmen.