Industrie 4.0: Bestehende Standards nutzen

Fortsetzung des Artikels von Teil 1.

Das Referenzarchitektur­modell RAMI 4.0

Referenzarchitekturmodell Industrie 4 0, LieberLieber Bildquelle: © ZVEI

Bild 1. Das Referenzarchitekturmodell Industrie 4.0 (RAMI 4.0) mit seinen drei Ebenen: Hierarchie der Funktionalität (Hierarchy Levels), Produktlebenszyklus (Life Cycle & Value Stream) und Schichten (Layer).

Die Plattform Industrie 4.0 hat mit dem Referenzarchitekturmodell Industrie 4.0 (RAMI 4.0) ein Referenzmodell geschaffen, in das sich Standards und Umsetzungslösungen für ein Industrie-4.0-Szenario einordnen lassen. Dieses Modell benutzt drei Dimensionen und drei Achsen (siehe Bild 1):

Hierarchie der Funktionalität (Hierarchy Levels): Wie ordnen sich die verschiedenen IT-Systeme in einer Hierarchie ein? Vernetzte Welt bis zum (Smart-)Produkt.

■ Produktlebenszyklus (Life Cycle & Value Stream): Wo befindet man sich im Lebenszyklus des Produkts? Von der Entwicklung bis hin zur ­Produktion.

■ Schichten (Layer): Sie bilden eine Hierarchie der Abstraktion, ähnliche Schichten gibt es auch bei Netz­werken (OSI/ISO-Schichtenmodell). Eine Schicht nutzt über Schnittstellen nur die darunterliegende Schicht, sie greift nicht direkt über mehrere Schichten zu.