Sie sind hier: HomeUnternehmensebeneEngineering

Dassault Systèmes: Anbindung an die Fertigung

Auf der Messe präsentiert Dassault Systèmes die neueste Version seiner Software-Suite Solidworks 2018. Warum dabei eine fertigungsorientierte Konstruktionsstrategie eine große Rolle spielt, erklärt Uwe Burk, Director Sales Solidworks, Dassault Systèmes.

Uwe Burk von Dassault Bildquelle: © Dassault Systemes

Uwe Burk: "Gerade im Zeitalter von Industrie 4.0 setzt die Realisierung neuer Produkte eine assoziativ gekoppelte Integration von Konstruktion und Fertigung voraus."

Herr Burk, wie ist die Integration der Fertigung in der neuen Solidworks-Version umgesetzt?

Burk: Solidworks 2018 von Dassault Systèmes bietet unter anderem eine integrierte CAM-Lösung mit assoziativer Kopplung an das mechanische Design. Diese Lösung zeigt auf, welche Möglichkeiten sich durch die direkte Verknüpfung von Konstruktion und Fertigung ergeben – beispielhaft auch für künftige Lösungen der vielen Solidworks-CAM-Partner. Die entsprechenden Programmierschnittstellen sind für alle Partner frei verfügbar.

Zusätzlich bietet Solidworks 2018 mit den Produkten Electrical und PCB elektrotechnische Lösungen, die komplett in die Solidworks-Umgebung integriert sind. Über die Integration ist ein optimierter Weg der elektrotechnischen Daten bis in die Fertigung gegeben. Mechanische Informationen wie beispielsweise Position von Motoren und Anzeigeelemente können frühzeitig bei der Auslegung von Kabeln und deren Länge berücksichtigt werden. Unter Verwendung von Direktschnittstellen lassen sich Daten zwischen den einzelnen Modulen in Echtzeit austauschen. Dadurch wird die Effizienz von heterogenen Teams im Entwicklungsprozess gesteigert und die Kommunikation und Zusammenarbeit verbessert.

Warum ist Integration der Fertigung so wichtig?

Burk: Neue Produkte müssen bei immer höheren Anforderungen in Gewicht, Größe und Funktionalität in immer kürzerer Zeit entwickelt und im Markt eingeführt werden. Nur durch das effiziente Zusammenspiel der einzelnen Disziplinen im Entwicklungs- und Konstruktionsprozess lassen sich heutige Produkte entwickeln und fertigen.

Wenn fertigungsrelevante Informationen schnell und akkurat in die Fertigung übergeben werden können, werden zusätzliche Kosten für Prototypen und Redesigns vermieden. Ziel muss es sein, neue Produkte fehlerfrei gleich beim ersten Schuss zu fertigen, um schneller am Markt zu sein.

Welche anderen neuen Tools spielen in der neuen Version eine wichtige Rolle?

Burk: Neben den bereits erwähnten Lösungen bietet Solidworks 2018 mit ‚Flow Simulation‘ Möglichkeiten der Verifizierung beziehungsweise Analyse von mechanischen und elektrischen Komponenten. Dadurch können bereits während der Entwicklungsphase mechanische Komponenten zum Beispiel auf Gewicht, Größe, Steifigkeit und Belastung hin optimiert werden, ohne dass ein Prototyp dafür benötigt wird. Im Bereich der Elektrotechnik können Baugruppen auf eventuelle Hotspots untersucht beziehungsweise akkurat bei der Kühlung oder Heizung ausgelegt werden. Entscheidend für eine realistische Simulation sind die zum Zeitpunkt der Simulation zur Verfügung stehenden Informationen. Durch die nahtlose Integration der einzelnen Werkzeuge in Solidworks 2018, kann direkt auf die mechanische Konstruktion, das Gehäuse, die elektrotechnische Information, die Kabelbäume, als auch auf die elektrische Information, die Leiterplatte, zugegriffen und diese verwendet werden. Damit steht eine Entwicklungsumgebung zur Verfügung, mit der sich eine gesamtheitliche Produktuntersuchung durchführen lässt. Kollisionen beim Zusammenbau des Prototyps, wenn beispielsweise die Leiterplatte nicht in das Gehäuse passt, Stecker und Frontelemente an der falschen Position platziert sind oder der Kabelbaum zu lang oder zu kurz definiert ist, gehören damit der Vergangenheit an.