
Werkzeugmaschinen weiter rückläufig
So sanken im ersten Quartal 2009 die Bestellungen um 70 Prozent. Dabei waren Inlands- und Auslandsnachfrage gleichermaßen rückläufig. Die Inlandsaufträge gingen um 71 Prozent im Vergleich zum Vorjahr zurück. Die Auslandsorders lagen 70 Prozent unter Vorjahr.
Geschuldet ist dies zum einen dem statistischen Basiseffekt. Im Vorjahresquartal verzeichnete die Branche das zweithöchste Bestellniveau ihrer Geschichte. „Zum anderen haben unsere Industriekunden weltweit und aus nahezu allen Bereichen ihre Investitionstätigkeit drastisch zurückgefahren", kommentiert Dr. Wilfried Schäfer, Geschäftsführer des VDW (Verein Deutscher Werkzeugmaschinenfabriken e.V.), die Zahlen. „Aufgrund der enormen Verunsicherung werden Projekte und selbst Ersatzinvestitionen auf unbestimmte Zeit verschoben."
Die deutsche Werkzeugmaschinenindustrie ist technologisch breit aufgestellt und liefert Fertigungstechnik in alle Zweige industrieller Produktion. Starke Standbeine sind etwa das Projekt- und Sondermaschinengeschäft. Der VDW hofft, dass dies die besten Voraussetzungen für die Branche bietet, wenn die Investitionen wieder anlaufen. Wettbewerber mit einem weniger differenzierten Produktprogramm, wie etwa Japan, seien noch härter von der Nachfragekrise betroffen.
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