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Cyberangriffe im 1. Halbjahr 2017: Jede dritte Attacke gilt der Fertigungsbranche

Laut Kaspersky richtete sich in der ersten Jahreshälfte 2017 etwa jede dritte Cyberattacke auf Rechner für industrielle Kontrollsysteme gegen Unternehmen aus der Fertigungsbranche. Ransomware wie WannaCry spielte dabei eine wesentliche Rolle.

Ransomware Bildquelle: © Nicescene – Shutterstock

Der zahlenmäßige Höhepunkt der Angriffe lag im März 2017 – auch bedingt durch Wannacry. Zwischen April bis Juni gingen die Werte wieder leicht zurück.

Weltweit laufen auf zehntausenden von ICS-Rechnern (Industrial Control Systems) Lösungen von Kaspersky Lab. Die Analyse für das erste Halbjahr 2017 zeigt: bei 37,6 % dieser Rechner wurden Angriffsversuche blockiert. Das entspricht einem leichten Rückgang von 1,6 % gegenüber der zweiten Jahreshälfte 2016. Mehrheitlich betrafen die Angriffe Fertigungsunternehmen (31 %), gefolgt vom Maschinenbau, dem Bildungswesen und der Nahrungsmittelbranche. Auf die ICS-Rechner der Energiebranche entfielen knapp 5 % aller Angriffe.

Die Experten des Kaspersky CERT (Computer Emergency Response Team) identifizierten das Internet als Hauptgefahrenquelle. Demnach wurde auf 20,4 % der untersuchten ICS-Rechner der Download von Malware beziehungsweise der Zugriff auf schädliche oder Phishing-Webressourcen verhindert. Insgesamt entdeckten die Experten von Kaspersky Lab im ersten Halbjahr 2017 bei industriellen Automationssystemen 18.000 verschiedene Malware-Samples, die 2.500 unterschiedlichen Malware-Familien zugeordnet werden konnten.