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Sicherheit in Fokus: Rückblick auf das 'Forum Safety & Security 2017'

Von Produktsicherheit bis zum Schutz der kopletten Fertigung reichte das Themenfeld des 'Forums Safety & Security' der WEKA-Fachmedien, das vom 4. bis 6. Juli in München stattfand. Fazit: Sicherheit im Unternehmen ist ein Prozess, der jeden Tag neu gelebt werden muss.

Die Teilnehmer lauschen dem ersten Keynote-Sprecher Daniel Bartz Bildquelle: © Elektronik

Drei Tage lang stand das H4 Hotel nahe der Messe München ganz im Zeichen der Sicherheit.

Rund 300 Teilnehmer hatten sich Mitte Juli in der bayerischen Landeshauptstadt eingefunden, um über die An- beziehungsweise Herausforderungen in puncto Safety und Security zu diskutieren – sowohl aus Sicht der Fertigungs- und Prozessindustrie als auch aus dem Blickwinkel der Automotive-Branche. Für Neueinsteiger in die Thematik gab es bereits am 4. Juli das ganztägige Basisseminar ‘Funktionale Sicherheit & Security’. Hier versorgte der Sicherheitsexperte Bernard Mysliwiec von  Mysafeautomation die Teilnehmer komprimiert mit dem nötigen Grundwissen und erklärte wichtige Begriffe, Normen und Inhalte.

Tags darauf eröffnete Daniel Bartz, Embedded-Security-Experte und Mitglied des Chaos-Computer-Clubs, den eigentlichen Kongress mit seiner Keynote ‘Security im Zeitalter von Industrie 4.0 und IoT’. Dabei gab er einen Rückblick über die Entwicklung von Sicherheitsmechanismen am Beispiel der Eisenbahn-Infrastruktur. In der Gegenwart angekommen, verdeutlichte Bartz wie schnell sich ein Hackerangriff wie etwa der WannaCry Virus verbreitet. Über jede Ländergrenze hinaus hatte er innerhalb von drei Tagen fast jedes Land der Welt befallen. Und nur durch einen glücklichen Zufall konnte eine weitere Verbreitung gestoppt werden.

© elektroniknet
Safety & Security müssen im Zeitalter von Industrie 4.0 elementare und zentrale Entwicklungs-Bereiche sein. Dies zeigte sich auf dem 5. Forum Safety & Security der WEKA FACHMEDIEN.

Nachdem die Juristin Susanne Meiners von Newtec das Thema Sicherheit aus einem juristischen Blickwinkel vorgestellt hatte, führte Martin Sturm von Triforx der Zuhörerschaft in einer Live-Demo plakativ vor Augen, wie einfach vermeintlich sichere Geräte wie etwa eine Gasbrennersteuerung gehackt werden können. Dabei muss sich das Gerät nicht einmal im World Wide  Web befinden. Vielmehr reicht beispielsweise eine ungeschütze Diagnoseschnittstelle aus, um Zugang zum Gerät beziehungsweise die Kontrolle darüber zu erhalten.

Im Anschluss an die Keynote-Vorträge teilte sich die Veranstaltung schließlich in drei parallel laufende Sessions auf. Die verschiedenen Anforderungsprofile aus den spezifischen Sichten von “Industrie” und „Automotive“ diskutiert. Die Session „Methoden und Tools” widmete sich ganz dem Thema der sicheren Systementwicklung.