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16. August 2012
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National Instruments Germany

Das Tablet als Programmierstation

Erstmaliger Blick bei National Instruments auf ein Tablet mit grafischer Programmierung und virtuellen Instrumenten: Per Fingerbewegung gibt man die Grundstruktur vor, die Software gibt den

Erstmaliger Blick bei National Instruments auf ein Tablet mit grafischer Programmierung und virtuellen Instrumenten: Per Fingerbewegung gibt man die Grundstruktur vor, die Software gibt den "letzten Schliff" beim Konfigurieren, Verbinden oder Positionieren.

Tablet-Computer sind auch in der Automatisierungstechnik zu finden: Praktisch schon machbar und auch realisiert ist die Visualisierung von Sensordaten, Messwerten oder Anlagenkonfigurationen. National Instruments demonstrierte dies anhand der Messtechnik- und Systemdesign-Software Labview. Bald schon scheinen auch komplexe Programmieraufgaben von den kleinen Flach-Computern aus möglich.

Wolfgang Hascher

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Einen Einblick in das, was die gesamte Mess-, Regelungs- und Automatisierungstechnik in den nächsten Jahren erwartet, gab der Mitbegründer von National Instruments und der "Vater von Labview", Jeff Kodosky, auf der Firmen-Entwicklerkonferenz NI Week in Austin/Texas: die Nutzung von Tablet-Computern nicht nur als Display oder Mensch-Maschine-Interface, sondern mittelfristig auch als Programmier- und Eingabe-Station.

Elektronik, NI Week, Bild 1
Elektronik 
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Der LabVIEW-Erfinder und Programmier-Guru Jeff Kodosky (rechts) erläutert dem National-Instruments-CEO Dr. James Truchard (links) und dem Technical and Marketing Director Europe, Rahman Jamal (Mitte), die Grundzüge grafischer Programmierung auf einem Tablet-Computer.

Der CEO von National Instruments, Dr. James Truchard, wies in diesem Zusammenhang darauf hin, dass ein Tablet-Computer grundsätzlich ein anderes "Look and Feel", also auch eine ganz andere Haptik aufweise als der traditionelle Bildschirm. Die gestalterischen und technischen Gegebenheiten des normalen PC-Displays, selbst eines Touchscreens, wären also nicht 1:1 auf ein Tablet übertragbar. Beispielsweise wäre die Maus hier nicht verwendbar, auch das bloße "mit dem Finger malen" würde nicht weiterhelfen. Hier ist vielmehr die Software in der Entwicklungsumgebung gefragt, die mithelfen soll, die virtuellen Instrumente auf dem Bildschirm zu positionieren, anstatt diese Aufgabe dem Menschen mit Tastatur und Maus zu überlassen.

Auch die Gestaltung von virtuellen Instrumenten und der geometrisch-grafische Aufbau von Diagrammen und Sub-Diagrammen sind anders. Hier müsse die Entwicklungsumgebung beispielsweise dafür sorgen, dass sich Strukturen repositionieren, ihre Größe selbstständig anpassen und sich, physikalischen Bewegungs-Gesetzen folgend, gegenseitig anziehen oder abstoßen.

Wie die ersten Programmier-Beispiele zeigten, ist es auf diese Weise auch mit einem Tablet-Computer möglich, grafische Programmieraufgaben sehr komfortabel und intuitiv zu erledigen: Per Fingerbewegung gibt man die Grundstruktur vor, die Software verschafft den "letzen Schliff" beim Konfigurieren, Verbinden oder Positionieren. Das Ergebnis: selbstständige Justier-Bewegungen der grafischen Elemente auf dem Bildschirm wie von Geisterhand geführt. Die Zukunft wird zeigen, in welcher Form Programmieraufgaben realisiert werden können. National Instruments arbeitet jedenfalls intensiv daran.