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Jumo: Ambitionierte Umsatzziele für 2012

Die Jumo-Gruppe blickt auf ein erfolgreiches Jahr 2011 zurück: Erstmals wurde die Umsatzgrenze von 200 Millionen Euro geknackt. Das macht Mut für 2012: Mit knapp 11 Prozent kalkuliert Jumo-Chef Bernhard Juchheim mit einem deutlich stärkeren Wachstum als die Wettbewerber.

Bernhard Juchheim, geschäftsführender Gesellschafter  Jumo Bildquelle: © Computer&AUTOMATION
Bernhard Juchheim, Jumo: „Unsere Mitbewerber gehen von 5 bis 8 % Wachstum für 2012 aus; wir planen mit rund 11 %.“

Jumo Deutschland generierte letztes Jahr einen Umsatz von 152 Mio. Euro, 14 Prozent mehr gegenüber den 133 Mio. Euro in 2010. Zusammen mit den Erlösen der übrigen Gesellschaften summieren sich die Umsätze auf 203 Millionen Euro – ein Umsatzplus von rund 13 % im Vergleich zum Vorjahr. „Ziel war es, nach dem Umsatzeinbruch von 2009 die 200-Millionen-Grenze zu knacken“, betonte Bernhard Juchheim, geschäftsführender Gesellschafter der Jumo-Gruppe auf einer Pressekonferenz in Fulda. Trotz des eher verhaltenen Jahresanfangs blickt Juchheim optimistisch nach vorne und gibt mit knapp 11 Prozent Zuwachs ein ambitioniertes Umsatzziel für 2012 von 225 Millionen Euro vor. Mit dazu beitragen soll das auf der SPS/IPC/Drives vorgestellte und demnächst verfügbare modulare MSR-System „mTron“ und die zur Hannover Messe angekündigten Neuheiten:

„Mit den Zweidraht-Temperaturmessumformern dTrans T05 hat Jumo eine neue Gerätegeneration entwickelt, die erstmals über eine USB-Programmierschnittstelle verfügt“, betonte Produktmanager Manfred Walter. Über die Mini-USB-Schnittstelle können Techniker die Parametrierung der als Kopfmessumformer und für die Tragschienenmontage verfügbaren Geräte komfortabel mittels PC vornehmen. Allerdings schließt die Stromversorgung über USB den Einsatz in Ex-Zonen aus. Der Eingangskanal mit 22 Bit Auflösung ist für alle gängigen Widerstandsthermometer oder Thermoelemente ausgelegt. Zudem lassen sich Widerstandspotentiometer und Spannungssignale von 0 bis 1 V anschließen. Ebenso können Signalverläufe „exotischer“ Sensoren durch eine individuelle Linearisierung mit bis zu 40 Wertepaaren oder mittels eines Polynoms 4. Ordnung angepasst werden. Eine im Messumformer integrierte Schleppzeigerfunktion gibt Auskunft über die maximalen und minimalen Prozesstemperaturen.

Mit dem neuen explosionsgeschützten Aufbauthermostat Extherm-AT für die Zonen 1 und 2 sowie 21 und 22 knüpft das Unternehmen an eine lange Tradition an. Typische Einsatzbereiche der Thermostate sind Rohrbegleitheizungen, bei denen die Überwachung der maximalen Rohrtemperatur im Vordergrund steht, sowie die Kontrolle thermischer Prozesse. Aber auch bei der Produktion von Lebensmitteln und pharmazeutischen Produkten kann der Temperaturwächter aufgrund seines optionalen Edelstahlgehäuses eingesetzt werden. Spezielle Schutzhülsen für die Temperaturfühler  ermöglichen eine Trennung zwischen den Zonen 0 und 1. „Dadurch lässt sich der Wächter indirekt auch in diesem Bereich einsetzen“, betont Rainer Steef.

Modulares Analysesystem zur Achema

Im Juni steht der Launch eines modularen Messgeräts für die Flüssigkeitsanalyse an, das die vier Aufgaben – Messen, Anzeigen, Registrieren und Regeln – kombiniert. Das Mehrkanal-System namens „Aquis touch S“ lässt sich flexibel mit diversen Ein/Ausgangsbaugruppen ausrüsten. „Sämtliche Messeingänge, analoge und digitale I/Os sowie Schaltrelais sind steckbar und werden vom System automatisch erkannt“, betont Produktmanager Reinhard Manns. Das Geräte unterstützt die Erfassung von pH- oder Redoxwert, elektrolytische Leitfähigkeit, Reinstwasser-Widerstand, Temperatur sowie Desinfektionsmessgrößen, wie freies Chlor, Chlordioxid, Ozon, Wasserstoffperoxid und Peressigsäure. Bis zu vier dieser Analyseparameter können direkt und weitere sechs über Normsignale erfasst werden. Für die Erfassung von durchflussmengen gibt es zudem Frequenzeingänge. Je Analyseparameter sind bis zu vier selbstständige Regelkreise  (P-, PI-, PD- und PID) definierbar, über die sich Dosierpumpen und Magnetventile ansteuern lassen. Außerdem stehen analoge Reglerausgänge und Dreipunkt-Schrittregler zur Verfügung. Als Schaltausgänge stehen Einfach- und Doppelrelaiskarten sowie Halbleiterrelais zur Verfügung. Im Maximalausbau sind bis zu 17 Schaltausgänge möglich. Für die Anbindung an übergeordnete Steuerungen stehen Module mit analogen Normsignalen sowie Profibus-DP und Modbus zur Verfügung. Der integrierte Bildschirmschreiber zeichnet bis zu 14 Kanäle auf. „Die Archivierung erfolgt manipulationssicher und entspricht den Behörden-Richtlinien“, betont Manns. Die Daten lassen sich per PC-Programm oder USB-Stick auslesen sowie über den integrierten Webserver und LAN automatisch abrufen.