Sie sind hier: HomeSteuerungsebeneIndustrie-PC

embedded world 2012: Kontrons neue x86- und ARM-Designs

Das mit Intels Atom-Prozessor N2700 bestückte COM-Express-mini-Modul COMe-mCT10 von Kontron nutzt den Pinout-Typ 10. Boards und Module: Kontrons neue x86- und ARM-Designs Mit neuen ARM-Boards und Computers on Module (CoMs) will Kontron die Entwicklung neuer Systeme für die Kunden vereinfachen. Software ist ein wichtiger Teil dieser Strategie. Kontron erweitert seine Produktpalette, stärkt aber gleichzeitig auch die bekannten Linien.

ARM7x86 Designs Bildquelle: © Kontron

Kontrons erstes Pico-ITX-Motherboard der ARM-Klasse hat ein komplett passives Kühlkonzept und einen Stromverbrauch von 3 W

So stellt der Embedded-Spezialist Lösungen mit der dritten Intel-Core-Prozessorgeneration sowie dem neuen Atom-N2700-Prozessor auf der embedded world 2012 aus. Darüber hinaus nehmen die Produktstarts rund um die ARM-Technologie deutlich an Kontur an und das erste ARM-Prozessor-Board wurde gelauncht: Es ist mit Nvidias Tegra-2-Prozessor bestückt und im Pico-ITX-Formfaktor ausgeführt. Zudem wurde der Support für den neuen Embedded-Tegra-3-Prozessor sowie Texas Instruments‘ AM3874-Prozessor angekündigt und damit Kontrons diesjährige Roadmap für ARM-Prozessoren festgezurrt.

Verfügbar gemacht werden die drei Prozessoren auf kleinformatigen Motherboards sowie Computers on Module. Hinzu kommen dann noch applikationsspezifische Design-Varianten sowie Full-Custom-Designs. Dem bereits zur SPS/IPC/Drives angekündigte Modulstandard für ARM- und SoC-Prozessoren wurde nun auch ein Name gegeben: ULP-COM (Ultra Low Power COM). Damit die Second Source und die unabhängige Weiterentwicklung sichergestellt sind, will Kontron diesen Standard dem neuen Embedded-Standardisierungsgremium SGET (Standardisation Group for Embedded Technology) übergeben. Darüber hinaus sind am Stand auch konkrete Designstudien präsentiert und Kontron stellt in Aussicht, dass die aktuell gestartete Nvidia-Tegra-3-Prozessorplattform in Kürze auf ULP-COM-Modulen genauso verfügbar sein wird, wie Texas Instruments‘ AM3874-Prozessor.

Trotz allem ARM-Engagement bleibt Kontron auch weiterhin bei x86-Architekturen sehr aktiv und zeigt auf der embedded world die ersten sechs Embedded-Modul- und -Board-Plattformen auf Basis der kommenden dritten Generation der Intel-Core-Prozessorfamilie. Obwohl von Intel noch nicht offiziell gelauncht, zeigt Kontron bereits die ersten Muster, die für diese neue Generation vorbereitet sind. Sobald Intel die neue Prozessorgeneration auf den Markt bringt, werden auch die ersten Kontron-Produkte verfügbar werden - bis Jahresende sind insgesamt zehn verschiedene Plattformen geplant. Die beste Hardware ist aber nichts ohne die Software. Gerade bei ARM-basierten Lösungen sind umfassender Software-Support und -Engineering erforderlich, um die Lösungen effizient umsetzen zu können. Diese Serviceleistungen bietet Kontron durch das Globale Software Design Center an, das auch bei der Umsetzung von virtualisierten Plattformen hilft. Dazu hat Kontron den Software-Support um die OS-unabhängige Hypervisor-Lösung von Real Time Systems (RTS) erweitert. Der „RTS Hypervisor” ermöglicht es Kunden, gleichzeitig mehrere Instanzen eines Echtzeitbetriebssystems wie VxWorks, QNX, Windows CE oder eine Mischung aus Echtzeitbetriebssystemen und Standardbetriebssystemen wie Linux oder Windows auf einer einzigen Plattform auszuführen, ohne dabei signifikante Abstriche bei der harten Echtzeitfähigkeit in Kauf nehmen zu müssen.