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Neuer Embedded-Standard: Software-Stecker für IoT

Die Standardization Group for Embedded Technologies stellt den ersten hardwarenahen IoT-Standard für Embedded-Systeme auf der embedded world 2018 in Nürnberg im Rahmen einer Live-Demonstration vor.

IoT-Migration leicht gemacht Bildquelle: © Congatec

Das Ziel des neuen IoT Connector: Eine standartisierte Verbindung zwischen Hardware und Cloud.

Erstmals seit ihrer Gründung vor sechs Jahren veröffentlicht die Standardization Group for Embedded Technologies (SGeT) mit dem Universal IoT Connector (UIC) einen reinen Software-Standard. Vorausgegangen war die Erkenntnis von Herstellern, Systemhäusern und Anwendern, dass es für einen flächendeckenden Roll-out von Internet-of-Things-Anwendungen einen universellen IoT Connector braucht, der die Verbindung zwischen Hardware und Cloud standardisiert. Bisherige Standardisierungen zielen oftmals auf die reine Kommunikation sowie deren Absicherung ab und somit auf die höheren Softwareschichten bzw. den Kommunikationslayern. Dort also, wo es um die Anwendung geht und damit um den Nutzen stiftenden Teil von IoT Lösungen – aber nicht auf die hardwarenahen Ebenen des Embedded-Device.

Der Universal IoT Connector nutzt drei Abstraktionsebenen. Bildquelle: © SGeT

Der Universal IoT Connector nutzt drei Abstraktionsebenen.

Daher besteht die UIC-Architektur aus drei Schnittstellenbeschreibungen: Dem Embedded Driver Module (EDM) Interface, das die verbundene Hardware-Peripherie über Treiber ansteuert, also Sensoren, Aktoren oder sonstige lokale Informationen bereitstellen kann. Der zweite Funktionsblock ist das Project Configuration Interface, das einen Konfigurationsmechanismus für Embedded Systeme bereitstellt. Hier wird geregelt, welche Peripherie angesteuert werden soll, wie Rohdaten zu Informationssätzen ergänzt werden und wann Daten zum Server übertragen werden. Als dritter Funktionsblock ist das Communication Agent Interface für die Übergabe der Informationen an die Kommunikationseinheit, beispielsweise mit einem (Cloud-)Server verantwortlich, also für das Senden und Empfangen der Datensätze bzw. Events.

Der plattformübergreifende und offene Ansatz vereinheitlicht so den Zugriff auf zahlreiche Hardwarekomponenten unterschiedlicher Hersteller – wie Adlink, Congatec, Kontron, Portwell oder Seco – mit Hilfe einer breiten Palette an Protokollen (MQTT, XRCE, OPC/UA, etc.) über eine stetig wachsende Anzahl unterstützter Cloud-Plattformen, wie AWS, M2MGO’s People System Things (PST), SAP Hana oder Microsoft Azure Cloud. Zudem läuft UIC sowohl unter Windows Embedded als auch Embedded Linux.