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Gemalto-Übernahme: Rüstungskonzern Thales setzt sich durch

Der französische Rüstungskonzern Thales hat sich bei der Übernahmeschlacht um den niederländischen Chipkarten-Hersteller Gemalto mit einem fast 5 Mrd. Euro schweren Angebot durchgesetzt. Der bisherige Bieter Atos ist damit aus dem Rennen.

Gemalto nahm die Kaufofferte über 51 Euro je Aktie an und entschied sich damit gegen den IT-Dienstleister Atos, wie Thales und Gemalto am 17. Dezember 2017 gemeinsam mitteilten.

Das Atos-Angebot in Höhe von 46 Euro je Aktie hatte Gemalto zuletzt bereits abgelehnt. Thales bot mit 4,8 Mrd.Euro eine halbe Milliarde mehr. Durch den Zusammenschluss soll ein führendes Unternehmen in der Cyber-Sicherheit entstehen.

Gemalto hat 15.000 Mitarbeiter und ist vor allem für seine Produkte und Dienstleistungen rund um Bank- und andere Chipkarten bekannt. Der Umsatz lag im vergangenen Jahr bei 3,1 Mrd. Euro. Thales ist ein weit verzweigter Rüstungskonzern mit weltweit 64.000 Mitarbeitern und einem Umsatz von 14,9 Mrd. Euro im vergangenen Jahr.

Die Thales-Offerte im Wert von 51 Euro je Aktie entspreche einem Aufschlag von 57 % zum Schlusskurs am 8. Dezember 2017, hieß es nun. Ihr liege unter anderem eine Mindestannahmeschwelle von 67 % zugrunde. Sind alle Bedingungen erfüllt und stimmen die Behörden zu, soll die Übernahme laut Thales in der zweiten Jahreshälfte 2018 abgeschlossen werden.