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Kontron: Aufstieg aus der Asche mit der Embedded Cloud?

Kontron stellte anlässlich der embedded world eine neue Unternehmensstrategie vor. Dank der Zusammenarbeit mit den Partnerfirmen S&T und Ennoconn soll der Umsatz des geplanten Gemeinschaftsunternehmens S&T plus Kontron bis 2018 die Marke von 1 Mrd. Euro nehmen.

S&T Hannes Niederhauser Bildquelle: © S&T Hannes Niederhauser

Hannes Niederhauser, CEO S&T und Kontron, strebt die Etablierung einer neuen Leistungsklasse an – die Klasse der Cloud Server für die Fertigung.

Hannes Niederhauser, seit Anfang Dezember CEO bei Kontron, hat ein klares Ziel: “Wir wollen Advantech wieder vom Platz der Nummer 1 des Embedded Marktes verdrängen.” Unter seiner Führung soll das Unternehmen Kontron wieder zu alter Stärke zurückfinden  und zusammen mit S&T den Umsatz innerhalb von zwei Jahren auf 1 Mrd. Euro heben. In 2016 dürfte Kontron 400 Mio. Euro Umsatz wohl nicht erreicht haben; endgültige Zahlen liegen noch nicht vor. S&T generierte in 2015 einen Umsatz von 468 Mio. Euro.

Hannes Niederhauser muss wissen von was er spricht: Zwischen 1999 und 2007 hat er die Kontron AG als Großaktionär und Vorstandsvorsitzender zum weltweit größten Anbieter im Bereich Embedded Computing aufgebaut, bevor er nach dem Rückzug aus Vorstand und Aufsichtsrat von Kontron in die S&T investierte und sich dort engagierte.

Um wieder in die Erfolgsspur zurückzukehren setzt Niederhauser auf das Thema IoT beziehungsweise Industrie 4.0: “Der durchschnittliche Wert eines Embedded Systems liegt bei 950 Euro; hängt dieses System am IoT beläuft sich sein Wert auf 2260 Euro”, rechnet der CEO vor. Sein Ziel: Zusammen mit den Firmen Ennoconn (Anteilseigner bei S&T) und S&T (Anteilseigner bei Kontron)  sollen abgestimmte Produkt- und Service-Angebote entstehen, mit den sich Embedded Cloud Umgebungen für ein Industrie-4.0-Umfeld schnüren lassen.