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Beckhoff Automation: Zwölf Kerne auf der Hutschiene

Als Pionier der PC-basierten Automation bringt Beckhoff ab nächstem Jahr noch einmal mehr Leistung auf die Hutschiene. Zur SPS IPC Drives 2016 kündigt das Unternehmen neue embedded PCs an, die mit bis zu zwölf CPU-Rechenkernen arbeiten.

Andreas Thome von Beckhoff Automation Bildquelle: © Beckhoff Automation

Andreas Thome, Produktmanager PC-Control, Beckhoff Automation: "Die neuen Embedded-PCs ermöglicht äußerst leistungsfähige Steuerungen in sehr kompakter Bauform."

Traditionell eröffnet Geschäftsführer Hans Beckhoff die Pressekonferenz im Rahmen der SPS IPC Drives mit einem kurzen Abriss der wirtschaftlichen Entwicklung des Unternehmens: Nach einem überaus erfolgreichem Geschäftsjahr 2015 mit einer Umsatzsteigerung von 22 % auf 620 Mio. Euro müssen sich die Verler in diesem Jahr mit einem einstelligen Plus zufrieden geben: „Wir werden in 2016 auf ein Wachstum von etwa acht Prozent kommen“, was gemessen an der Lage der Weltwirtschaft aber dennoch akzeptabel sei.

Wenn auch das aktuelle Umsatzwachstum nicht zweistellig ist, so sind es immerhin die inneren (Kenn-)Werte der neuen Embedded-PCs der Baureihe CX. In den drei Modellen, die im ersten Quartal 2017 in die Serienproduktion gehen sollen, sind Intel-Xeon-D-Prozessoren mit bis zu zwölf CPU-Kernen integriert. Sie sollen dabei die Lücke schließen zwischen den bisherigen Embedded-Rechnern, die in der höchsten Ausbaustufe über vier 2,1-GHz-Kerne verfügen, sowie den Hochleistungsrechnern der C66xx-Serie. Produktmanager Andreas Thome: „Entscheidend ist, dass über die Automatisierungssoftware Twincat 3 verschiedenen Tasks des Steuerungsablaufs auf die verschiedenen CPU-Kerne verteilt werden können, was eine feingranular projektierte Rechenlast erlaubt.“ Weiterhin verweist er auf die externe und mit einem 2-GByte-GPU-RAM ausgestattete Grafikkarte, so dass sich der Grafikprozessor den RAM-Speicher nicht mit der CPU teilen muss. Die hohe Leistungsdichte macht allerdings einen Lüfter notwendig, der kabellos gesteckt wird.

Ein weiteres Messe-Highlight ist laut Hans Beckhoff die ebenfalls neue Geräteserie für die Highend-Messtechnik. Die entsprechenden Module im Metallgehäuse sind direkt in das modulare Ethercat-Klemmensystem integrierbar und mit dem Portfolio von über 500 anderen Ethercat-Klemmen kombinierbar. Damit werde die hochpräzise, schnelle und robuste Messtechnik integraler Bestandteil von PC-based Control. Zur Produkteinführung umfasst die Baureihe elf Module mit unterschiedlichen Interfaces und Eingangsbeschaltungen, unter anderem  für Spannungsmessung (20 mV bis 30 V), Strommessung (±20 mA), IEPE, Thermoelement, RTD (PT100/1000), DMS/Wägezelle mit Voll-/Halb- oder Viertelbrücke mit interner Ergänzung oder Potentiometer. Die Messbereiche der Eingangskanäle sind sowohl elektrisch als auch softwareseitig flexibel parametrierbar.