Netzleittechnik: Phoenix Contact und Mauell vereinbaren Kooperation

Das Unternehmen Mauell mit Sitz in Velbert gliedert seine Sparte Netzleittechnik in eine eigene Gesellschaft aus, an der sich Phoenix Contact beteiligt. Das Ziel der Kooperation ist die Entwicklung intelligenter Lösungen für den Energiemarkt der Zukunft.

Leitstand Bildquelle: © Mauell

Die Mauell Netzleittechnik wird mit rund 80 Mitarbeitern an den Start gehen.

„Die Digitalisierung im Energiesektor fordert eine kontinuierliche Vernetzung der Energieströme und Energiemärkte. Für einen interoperablen Netzbetrieb werden offene Software- und Integrations-Plattformen immer wichtiger“, so Bernhard Mecking, Geschäftsführer der auf Kraftwerks-, Prozess- und Netzleittechnik spezialisierten Mauell GmbH. Dies hat das in Velbert ansässige Unternehmen dazu bewogen, sich mit Phoenix Contact einen Partner aus dem Umfeld der Automatisierungstechnik zu suchen. Aktuelle Projektvorhaben der neu gegründeten Gesellschaft Mauell Netzleittechnik, an der Phoenix Contact minderheitlich beteiligt ist, beziehen sich auf entsprechende Lösungen mit Open-Source-Architekturen, Netzwerk- und Kommunikationslösungen sowie intelligente Anschlusssysteme.

Ulrich Leidecker, Vorsitzender der Geschäftsleitung der Business Area Industriemanagement und Automation (IMA) bei Phoenix Contact in Blomberg, zur Kooperation: „Wir freuen uns, mit der Mauell Netzleittechnik zukünftig einen erfahrenen Partner der Energiebranche an unserer Seite zu haben. Dadurch können wir unsere Automatisierungstechnik mit der offenen Steuerungsplattform PLCnext gezielt auf die Anforderungen der intelligenten Energienetze ausrichten.“

Das 1957 gegründete Unternehmen Mauell mit seinen aktuell etwa 400 Mitarbeitern in Deutschland, den Niederlanden, in Brasilien und den USA, wurde Anfang 2013 von Bilfinger wegen seiner Expertise in der Leittechnik erworben, um die Leistungspalette im Kraftwerksgeschäft in Richtung höherwertige Dienstleistungen abzurunden. Nach einem Management-Buy-out unter der Leitung von Bernhard Mecking geht das Unternehmen seit April dieses Jahres wieder seine eigenen Wege.