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23.Jun.2009
Maschinen- und Anlagenbau
VDMA-Umfrage: Wie steht es um die Beschäftigung?Anzeige
VDMA-Präsident Dr. Manfred Wittenstein: „Es darf nicht passieren, dass die vielen jungen Leute, die sich im Maschinenbau auf den Weg gemacht haben, ‚in die Röhre gucken’.“
„Wir befinden uns mitten in der Rezession. Unser eigener, sehr verlässlicher Indikator, der Auftragseingang, hat noch nicht reagiert. Erste, noch vage positive Signale kommen allenfalls aus China." - Mit diesen Worten beschrieb VDMA-Präsident Dr. Manfred Wittenstein anlässlich des Kongresses „Intelligenter Produzieren" gestern die aktuelle Situation im deutschen Maschinen- und Anlagenbau. Die aktuelle Kapazitätsauslastung liege bei knapp 72 % - ein historisches Tief. Die Zahl der Beschäftigten ging seit Jahresanfang um 13.000 zurück (Stand April). Weitere 158000 Mitarbeiter befanden sich im März in Kurzarbeit.
Angesichts dieser Ist-Situation stünden der Branche weitere schwere Monate bevor. Die drängendste Frage der Unternehmen ist laut Wittenstein, auf welche Produktions- und Umsatzniveaus sie sich mittelfristig einstellen müssen und welche Konsequenzen das für ihre Produktionskapazitäten - technische und personelle - haben wird. Vor diesem Hintergrund hat der VDMA unter seinen Mitgliedern Anfang Juni eine Umfrage durchgeführt, wie es mit der Beschäftigung im Maschinenbau in den nächsten Monaten weitergeht. Rund 390 Unternehmen haben teilgenommen. Die Ergebnisse der Umfrage:
Entscheidend für den kommenden Aufschwung sei es, insbesondere den Nachwuchs im Maschinen und Anlagenbau weiter zu fördern. Wittenstein: „Wir brauchen diesen Nachwuchs - und wir sehen uns hier in der Verantwortung. Da es sein kann, dass es in den nächsten Monaten nicht für alle Absolventen für den schnellen Berufseinstieg reichen wird, wollen wir für ausgelernte Facharbeiter und Absolventen der Maschinenbaufächer deshalb neue, unkonventionelle Brücken in die Beschäftigung bauen. Dafür suchen wir den Dialog mit der Politik."
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