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12.Jan.2010
Steuerungen
SD-Karten statt proprietärer SpeicherkonzepteMit anderen Worten: Der Automation- Server ist eine Kombination von Web- und IT-Features sowie universellen Standardschnittstellen, die standardmäßig direkt im Automationsgerät integriert sind, und dem Benutzer dadurch den Zugriff auf das proprietäre Ressourcen- und Prozessmodell öffnen. Web-Server, FTP-Server, SMTPClient (E-Mail) sowie ein eigenes File-System mit einem Onboard-Datenspeicher zwischen 1 und 128 MByte befinden sich direkt im Gerät und sind keine externen Komponenten, die zusätzlich zu erwerben sind.
Diese Features erlauben es dem Benutzer, aus seinem bestehenden Umfeld über Standardtools wie zum Beispiel einen Webbrowser direkt auf das Gerät zuzugreifen und Daten auszulesen oder einzuspeisen. Oder anders ausgedrückt: Er muss für die Kommunikation mit den proprietären Geräten nicht mehr proprietäre Softwaretools erwerben, nicht länger proprietäre Schnittstellen und Softwaretreiber pflegen, und sich auch nicht mehr mit proprietären Datenformaten beschäftigen.
Stattdessen holt er sich seine benötigten Werte im Excel-kompatiblen CSV-Datenformat ab oder lässt sie sich von der Steuerung direkt per E-Mail schicken. Dies senkt nicht nur die Kosten, sondern vereinfacht die Workflows für die Bedienung und Wartung einer Anlage - durch den Verzicht auf proprietäre Werkzeuge ist dies sogar mit weniger qualifiziertem Personal möglich, als bisher.
Ein konventionelles Automationssystem wird für die Kommunikation jeweils über einen proprietären Bus an die bestehende Umgebung angebunden, wodurch beim Betreiber Kosten entstehen. Mit dem sich im Gerät befindenden AutomationServer lassen sich diese Kosten einsparen und die Kommunikation kann über Standardtools erfolgen.
Für die Nutzung dieser Web- und IT-Features stehen dem Programmierer leistungsfähige Tools und Funktionen zur Verfügung, die ein einfaches Handling des AutomationServers ermöglichen. Mit dem S-Web-Editor lassen sich beispielsweise auf einfache Art webbasierte Bedienoberflächen realisieren - und dies ohne Programmierkenntnisse. Vorgefertigte FBox- Bibliotheken für die Nutzung und Verwaltung der Flashkarten und des Filesystems sowie für E-Mail-Funktionen sind ebenfalls verfügbar. Gerade die Web-Technologie vereinfacht das Bedienen und Beobachten massiv, weil dazu lediglich ein Webbrowser erforderlich ist.
Damit entfallen die Investitionskosten für eine proprietäre Software für den Betrieb und Unterhalt, welche mit der entsprechenden Steuerung kommunizieren kann. Für die Bedienung und Wartung kann der Anwender seine Standardtools verwenden, die er ohnehin bereits auf seinem Rechner installiert hat. Ein weiterer Vorteil der Web-Bedienung ist es, dass man für jeden Benutzer individuell nur die Aktionen zulässt die auch für ihn vorgesehen sind. Dies erhöht in der Folge die Sicherheit, weil keiner mehr über seine „Kompetenzen" hinaus in Prozesse eingreifen kann, welche außerhalb seines Aufgabengebietes liegen.
Neben den Web-Technologien für das Bedienen und Beobachten bedeuten die von Digitalkameras oder Handys jedermann vertrauten SD-Speicherkarten in der Automation einen großen Mehrwert. Gewöhnlich stellen die Speicherprogrammierbaren Steuerungen selbst nur sehr beschränkte Onboard-Speicher-Ressourcen von wenigen Megabyte zur Verfügung.
Bei herkömmlichen Lösungen wird in solchen Fällen üblicherweise ein PC an die Steuerung angehängt, was wiederum mit Anschaffungskosten und weiteren Service- und Unterhaltskosten verbunden ist. Modulare, industrietaugliche Speicher-Erweiterungskonzepte, wie sie Saia-Burgess bei den PCD-Steuerungen durchgängig realisiert hat, setzen genau hier an: Über herkömmliche SD-Karten, die in die vorhandenen Steckplätze der Steuerung passen, lassen sich diese SPSen flexibel mit bis zu 4 GByte Speicher erweitern.Reichen die Onboard-Steckplätze nicht aus - zum Beispiel wenn für Datalogging-Anwendungen größere Datenmengen vor Ort auf der SPS gehalten werden müssen -, kann zur Erweiterung ein zusätzlicher Steckplatz in Form eines Moduls in den I/O-Slot gesteckt werden.
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