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25.Jun.2009
SPS/IPC/Drives
Interview zum FührungswechselAnzeige
Herr Rath, auf der SPS/IPC/Drives im vergangenen November haben Sie das operative Geschäft der Mesago Messe Frankfurt an Ihren Nachfolger Johann Thoma übergeben. Hat denn die Übergabe im täglichen Business schon vollständig stattgefunden.
Rath: Die Übergabe der Aufgaben war von langer Hand geplant und die Bekanntgabe auf der SPS/IPC/Drives war lediglich der letzte Akt. - Kurzum: Ja, das operative Geschäft leitet Herr Thoma komplett eigenständig, ich kann mich voll und ganz den neuen Aufgaben widmen! Dass wir natürlich das ein oder andere noch miteinander besprechen und uns austauschen, versteht sich von selbst.
Johann Thoma: „Wir verlängern die Messezeit nicht nur mittwochs, sondern ab diesem Jahr auch am Dienstag bis 19 Uhr.“
Herr Thoma, Sie durften die erfolgsverwöhnte SPS/IPC/Drives just zu einem Zeitpunkt übernehmen, der auch für die Messen alles andere als einfach ist. Und die Hannover Messe hat ja durchaus gezeigt, dass viele Firmen mit einem Messeauftritt derzeit zurückhaltend sind. Welche Erwartungen haben Sie vor diesem Hintergrund an die SPS/IPC/Drives in diesem Jahr?
Thoma: Ich möchte den Erfolg und die Bilanz einer Messe Hannover gar nicht werten und in diesem Zusammenhang auch nicht auf die zu erwartenden Ergebnisse der SPS/IPC/Drives schließen. Dafür sind die Konzepte der Veranstaltungen zu unterschiedlich. Ich kann allerdings bestätigen, dass Unternehmen in der aktuellen Lage offensichtlich ganz bewusst die Chance nutzen, sich auf einer Messe ihren Kunden zu präsentieren. Die Zahl der angemeldeten Aussteller liegt auf Vorjahresniveau. Angesichts der gesamtwirtschaftlichen Lage bin ich damit auf jeden Fall sehr zufrieden.
Im vergangenen Jahr kündigte der Ausstellerbeirat an, dass die SPS/IPC/Drives in 2009 die elektrische Prozessautomation als Thema aufgreifen will. Die letztendliche Entscheidung, wie das aussehen kann, sollte im Februar 09 fallen. Was ist diesbezüglich der Status quo?
Thoma: Die Prozessautomation ist ein Thema, das wir - der Messeveranstalter gemeinsam mit dem Ausstellerbeirat - sehr aufmerksam im Auge behalten. Die SPS/IPC/Drives war immer ein Abbild des Marktes und soll dieser Rolle auch in Zukunft gerecht werden. Es ist Fakt, dass schon seit mehreren Jahren auf der SPS/IPC/Drives Unternehmen auf ihren Messeständen neben Fertigungsautomatisierung auch Lösungen für die Prozessautomatisierung vorstellen. Auch auf der letztjährigen Messe war so das Thema Prozessautomatisierung neben den anderen Messe-Themen bereits auf Ständen der Aussteller zu finden. Die Grenzen zwischen Prozess- und Fertigungsautomatisierung werden, auch nach Aussagen vieler Experten der Automatisierungsbranche, in einigen Anwendungsbereichen immer fließender. Prozess- und Fertigungsautomatisierung wachsen hier in Richtung hybrider Anwendungen zusammen.
Dies spiegelt sich aber nicht nur auf den Ständen der Aussteller, sondern auch in den Interessen der Messebesucher wider. Wenn im Zuge dieser Entwicklung das Messespektrum der SPS/IPC/Drives in den nächsten Jahren an die Veränderungen des Marktes angepasst werden muss, werden wir - immer in enger Abstimmung mit dem Ausstellerbeirat - mit Umsicht und Behutsamkeit agieren, um den sehr erfolgreichen Fokus der Veranstaltung nicht zu verwässern. Konkreten Handlungsbedarf sehe ich im Moment allerdings nicht!
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