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02.Feb.2010
Siemens
Hohe Investitionen in IndienAnzeige
Ein Großteil der Summe soll in das Geschäft mit erneuerbaren Energien und mit Produkten im mittleren Preissegment fließen. Zudem will das Unternehmen seinen Marktanteil in Indien bis 2012 auf zehn Prozent steigern. Mit jüngst unterzeichneten Aufträgen aus Indien vor allem im Bereich der Energietechnik im Wert von mehr als 500 Mio. Euro sieht sich Siemens diesbezüglich gut aufgestellt.
Experten gehen davon aus, dass die indische Volkswirtschaft im Jahr 2010 um sieben Prozent und im Folgejahr um acht Prozent wachsen wird. Die Stromversorgung des Landes ist der indischen Regierung dabei ein besonderes Anliegen. Knapp jeder dritte Einwohner des Landes lebt bislang ohne Stromanschluss. Die indische Regierung will deshalb in den kommenden sieben Jahren weitere 150 Gigawatt Leistung installieren - das entspricht in etwa der gesamten Stromnetzkapazität in Deutschland.
Bis 2020 sollen zudem 20 Prozent der erzeugten Energie aus erneuerbaren Quellen stammen. Siemens will deshalb unter anderem bis 2012 rund 70 Mio. Euro in den Bau einer Fabrik für Windturbinen in Indien investieren. Die erste dort gefertigte Turbine soll das Werk in gut zwei Jahren verlassen.
Einen weiteren Investitionsschwerpunkt bildet das Geschäft mit Produkten im mittleren Preissegment. Hier wird Siemens bis Ende 2010 in Indien sechs neue Kompetenzzentren schaffen. Unter anderem sollen dort neue Produkte im Bereich der Signaltechnik oder der Dampfturbinen entstehen. Die Zentren werden die komplette Wertschöpfungskette verantworten - vom Design der Produkte über die Entwicklung und Produktion bis hin zum Vertrieb in Indien und über die Landesgrenzen hinaus.
„Indien wird ein Zentrum für Produkte im mittleren Preissegment. 2020 wollen wir mit diesen Produkten rund 1 Mrd. Euro Umsatz machen, in Indien und auch über die Landesgrenzen hinaus", so Armin Bruck, Geschäftsführer der indischen Tocher Siemens Ltd..
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