B&R Anwendertreffen

Fertigungs- und Prozessautomation im Fokus

Anwendertreffen B&R

Trotz des starken Regens fiel das 20. Anwendertreffen der Firma B&R nicht ins Wasser. 170 Maschinen- und Anlagenbauer trafen sich am 23. und 24. Juni in Salzburg zum Erfahrungsaustausch. Erstmals mit dabei auch die Prozessautomatisierer, deren Themen in einer parallelen Vortrags-Session behandelt wurden. Das Veranstaltungsmotto: „Die Säge schärfen!“

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Hermann Obermair

Hermann Obermair führte durch die zweitägige Veranstaltung

„Gerade jetzt in der Krise heißt es sich fit zu halten, um beim nächsten Aufschwung schneller ein größeres Stück vom Marktvolumen abschneiden zu können", stimmte Hermann Obermair, Vertriebsleiter Österreich die Teilnehmer aus dem süddeutschen Raum und Österreich auf die Veranstaltung ein. Anregungen und praktische Anleitungen und natürlich auch Infos über die passenden Gerätschaften für das Fitness-Programm gaben 30 Referenten, darunter zwölf Anwender und externe Experten.

Anhand konkreter Beispiele wurde gezeigt, wie sich die Effizienz der eigenen Maschinen und Anlagen steigern lässt, beispielsweise mit integrierter Sicherheitstechnik, „die neben den technologischen Vorteilen wie eine schnellere sicher reduzierte Geschwindigkeit auch finanzielle Einsparungen bringt," so Franz Kaufleitner, Product Manager Safety-Technology bei B&R. Den Produktivitätsgewinn von sicherer und integrierter Antriebstechnik bezifferte Markus Kaspar von Trumpf in seinem Vortrag über eine Biegemaschine mit elektrischem Pressenantrieb auf 40 %: „Die Herausforderung war, die hohen Geschwindigkeiten bei der Presse zu beherrschen - vor allem beim Bremsen."

Eindrücke vom Benutzertreffen

Anwendertreffen B&RAnton MeindlFranz Kaufleitner

Interessant auch der Vortrag über spezielle Knickarm-Roboter der Firma FerRobotics, dessen Arme auf den von der Firma Festo entwickelten pneumatischen Muskeln basieren. Das entsprechende, rund 300 Seiten umfassende Regelungsmodell wurde mit Hilfe von Matlab/Simulink entworfen und über die B&R-Kopplung automatisch in Maschinen-Code kompiliert.

Das dynamische Reglermodell und die Pneumatik-Muskeln ermöglichen eine „echte" Interaktion von Roboter und Mensch und sehr langsame Bewegungen, „Die meisten Roboter haben damit Probleme," betonte Dr. Ronald Naderer von FerRobotics. Ein zu harter Gegendruck löst ein reflexartiges Zurückschnellen des Roboterarms aus. Beide Technologien sind bei einer Interaktion mit Menschen notwendig. Dafür benötigt der Roboter keine spezielle Sensorik, da das Regelungsmodell den stärkeren Kraftaufwand bei einer Berührung erkennt und reagiert.

Video: Roboter mit Gefühl - weich und trotzdem robust - starre Roboter sind selten feinfühlig und gehen bei den gezeigten Schlagversuchen gerne kaputt. Nicht zur Nachahmung empfohlen.

Video

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