Wirtschaftspressekonferenz des VDMA

Ende der Talfahrt in Sicht

Im Rahmen der Wirtschaftspressekonferenz auf der Hannover Messe 2009 gab der VDMA einen Überblick über die aktuelle wirtschaftliche Lage seiner Mitglieder. Demnach lag die Produktion in den ersten beiden Monaten des Jahres um 23% unter dem Vorjahresniveau, der Auftragseingang sank in den ersten beiden Monaten um 45%.

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Der Einbruch im Auftragseingang ist nach Aussagen des VDMA damit schneller als üblich in der Produktion angekommen. Zudem rechnet der Verband im Jahr 2009 mit einer Erhöhung der Kurzarbeit und dem Verlust von 25.000 Arbeitsplätzen. Laut Dr. Hannes Hesse, Hauptgeschäftsführer des VDMA ist jedoch ein Hoffnungsschimmer in Sicht: Die ZEW-Konjunktur-Erwartungen sind zum fünften Mal in Folge gestiegen. Auch der Branchenindex Ifo steigt seit Januar moderat. Die Erwartungen lassen sich inhaltlich begründen: Viele Kunden aus der Zulieferbranche für Komponenten und Teile haben ihre Lager drastisch reduziert und Aufträge storniert, um den Bedarf dem stark gesunkenen Produktionsniveau anzupassen.

Dr. Hannes Hesse
VDMA

Dr. Hannes Hesse, Hauptgeschäftsführer des VDMA: „Derzeit zählen nur drei Dinge, Liquidität, Liquidität und nochmals Liquidität.“

Der VDMA erwartet nun einen allmählichen Rückgang dieser Effekte. Auf Grund dieser Entwicklung, den erwarteten positiven Impulsen aus den weltweit aufgesetzten Konjunkturpaketen und den bereits im Mai 2008 spürbar rückläufigen Bestellungen, rechnet der Verband ab spätestens Mai 2009 mit niedrigen Minusraten in der gesamten Breite des Maschinenbaus und mit einem Ende der bisherigen Talfahrt bei den Auftragseingängen ab spätestens Jahresmitte. Ein weiterer Lichtblick ist die Tatsache, dass auf dem Arbeitsmarkt noch immer 8.000 offene Stellen im Maschinenbau zu verzeichnen sind, davon 4.000 Ingenieurstellen.

Dr. Hesse weist jedoch darauf hin, dass damit die Krise noch nicht gebannt ist: „Wir wissen aus der Krisenerfahrung Anfang der neunziger Jahre sowie zu Beginn dieses Jahrtausends, dass jetzt vor allem drei Dinge zählen: Liquidität, Liquidität und nochmals Liquidität." Hesse stellte klar, dass die Krise vor allem eine Finanzkrise sei und wies auf die besondere Verantwortung des Bankensektors bei deren Überwindung hin. Zudem appellierte er an Politik und Banken, rasch eine pragmatische Lösung für die in Basel II geregelte Hinterlegung von Eigenkapital zur Risikoabsicherung bei Finanzierungen zu finden, um den durch die Krise in ihrem Rating gesunkenen Unternehmen die Liquidität zu erhalten.

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