Nachrichten / Steuerungsebene / Safety
18.Feb.2010
IG Metall
Tarifabschluss in NRW mit PilotcharakterAnzeige
Schutz vor betriebsbedingten Kündigungen, Übernahme der Ausgebildeten und eine Einigung zur Entgelterhöhung - dies sind die Eckpunkte des neuen Tarifvertrages „Zukunft in Arbeit", welcher heute in Düsseldorf für die 700 000 Beschäftigten der Metall- und Elektroindustrie in Nordrhein-Westfalen erzielt wurde. IG Metall-Bezirksleiter Oliver Burkhard hierzu: „Unser neuer Tarifvertrag macht Kurzarbeit attraktiv und schafft ein Anschlussstück, um das Tal dieser Krise ohne Kündigungen zu überwinden. Die Unternehmen haben jetzt hervorragende Instrumente, um Arbeitsausfall bis Mitte 2012 abzufedern."
Der neue Tarifvertrag wird in Betrieben angewandt, die seit mindestens zwölf Monaten kurzarbeiten. Hier gibt er für weitere zwölf Monate Schutz vor betriebsbedingten Kündigungen. In der ersten Phase der neuen tariflichen Kurzarbeit von mindestens sechs Monaten wird die Sonderzahlung von Urlaubs- und Weihnachtsgeld gezwölftelt und dem monatlichen Einkommen hinzugerechnet.
Dadurch steigt das Kurzarbeitergeld. Gleichzeitig mindern sich Kurzarbeitskosten für den Arbeitgeber, denn er muss bei Kurzarbeit nur noch anteiliges Urlaubs- und Weihnachtsgeld für geleistete Arbeitszeit zahlen. In einer zweiten Phase von weiteren sechs Monaten kann eine Arbeitszeitabsenkung mit Teilentgeltausgleich folgen. Die wöchentliche Arbeitszeit kann von 35 auf 28 Stunden abgesenkt werden. Bereits ab der 31. Stunde gibt es einen teilweisen Entgeltausgleich. Bei 28 Stunden Arbeitszeit sind 29,5 Stunden zu bezahlen.
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