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19.Nov.2009
ABB Forschungszentrum
Speerspitze der InnovationAnzeige
Heute werden Automatisierungsanlagen für Fabriken am Computer entworfen und programmiert. Die Inbetriebnahme erfolgt jedoch häufig erst, wenn die Anlage aufgebaut und betriebsbereit ist. „Ein realitätsnaher Test des Gesamtsystems im Vorfeld ist bisher nur bedingt möglich, wodurch häufig Zeitverzögerungen und hohe Kosten entstehen," zeigt Dr. Jens Hofschulte, Gruppenleiter Robotik und Manufacturing am Forschungszentrum in Ladenburg, das Potenzial der virtuellen Inbetriebnahme auf.
Abhilfe will ABB mit der Integration von mechatronischen Komponenten, sogenannter „Smart-Components" in ihre Programmiersoftware RobotStudio schaffen. Solche Komponenten sind zum Beispiel Förderbänder, Rolltore, Sensoren oder Greifer, die über OPC in die virtuelle Umgebung der Simulationssoftware RobotStudio zu integrieren sind.
Künftig - der Release ist für das Frühjahr 2010 geplant - können dann reale oder virtuelle SPS- und Robotersteuerungen diese Smart-Components ansteuern und somit den gesamten Fertigungsablauf simulieren. Da bei ABB in den virtuellen Steuerungen das gleiche Programm läuft wie in den realen Geräten, lassen sich die Ergebnisse der virtuellen Inbetriebnahme ohne Veränderungen direkt auf die reale Anlage übertragen.
„Details wie beispielsweise synchronisierte „MultiMove"-Bewegungen mehrerer Roboter sind dabei genauso übertragbar wie Triggerpunkte für das Schalten von IO-Signalen entlang der Roboterbahn," betont Hofschulte bei seinem Vortrag in der Versuchsanlage. Die vollständige Übertragbarkeit ist dabei eine Grundvoraussetzung für den Nutzen derartiger Konzepte.

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