3D-Simulation und Virtual-Control-Design

Das parallele Engineering

Teil 4: Das Automotive-Geschäft

In punkto Digital Manufacturing kommt der Automobilindustrie eine Vorreiter-Rolle zu. Mit welcher Strategie sich Rockwell Automation auf diese Klientel einstellt, erläutert Reinhard Simon im Gespräch mit Computer&AUTOMATION.

Herr Simon, wie wichtig ist Digital Manufacturing heute für das Geschäft von Rockwell Automation?
Simon: Für das heutige Geschäft spielen diese Entwicklungen noch keine messbare Rolle. Wir sehen jedoch, dass einige Anlagenbauer in der Automobilindustrie bereits intensiv mit diesen Methoden arbeiten. Indem wir heute unsere Software-Tools effektiv mit den führenden Design-Tools vernetzen, versprechen wir uns für die nahe Zukunft Vorteile hinsichtlich einer besseren Integrationsfähigkeit.

Sie fahren diesbezüglich ja zweigleisig: Einerseits haben Sie kürzlich eine Kooperation mit Dessault Systemes bezüglich Delmia bekannt gegeben, andererseits unterstützt Rockwell Automation auch das Projekt AutomationML.
Simon: Beide Initiativen folgen dem gleichen Ansatz, der für uns bedeutet, die Engineering-Werkzeuge effizient mit dem Programmierwerkzeug für unsere Steuerungen zu verknüpfen, um wichtige Phasen des Anlagendesigns – 3D-Simulation, Virtual Commissioning, Code-Generierung – von Konvertierungsproblemen zu befreien. Während AutomationML einen generellen zukünftigen Lösungsansatz für alle Engineering-Werkzeuge auf der gesamten Toolkette des Anlagendesigns beschreibt, ist die Kopplung zwischen Delmia Automation und unserer Steuerungswelt RSLogix enger und konkreter gefasst: Konkret sprechen wir hier von der Verkettung zweier wichtiger Tools, die heute bereits einsetzbar sind.

Rockwell Automation und die Automobilindustrie – wie gehen Sie mit den besonderen Anforderungen dieses Geschäftsfeldes um?
Simon: Wichtige Branchen wie die „Automotive“ unterstützen wir über die vertikalen Industrie-Initiativen. Das heißt, neben dem für bestimmte Autohersteller zuständigen Account Management haben wir Industrie-Experten für die im Automobilbau typischen Fertigungsbereiche (Rohbau, Montage, Lack, Powertrain etc.) im Boot. Neben der Konzentration auf Automobilhersteller gilt ein großes Interesse dieser Organisationseinheit den Zulieferfirmen, sprich den Maschinenbauern oder Teilelieferanten. Zu dieser vertikalen Spartenbetreuung, die vorwiegend die zentralen Planungsstäbe der Hersteller berät, ist noch der regionale Vertrieb mit dem direkten Geschäft mit einzelnen Werken befasst.

Wenn die Automobilindustrie, wie derzeit ja Trend, ihre Investitionen nach Osteuropa verlagert, wie will Rockwell Automation diesem Trend begegnen?
Simon: Selbst wenn neue Automobilwerke vorwiegend im Osten entstehen, bleiben deren Zentralen mit ihren Planungsstäben aus heutiger Sicht am bisherigen Standort. Insofern bleibt unser Automotive-Team natürlich fokussiert auf die etablierten Zentralen der Autohersteller – hier werden schließlich die wesentlichen Entscheidungen für weltweite Projekte getroffen! Allerdings wurden bereits wichtige Weichen in der Organisation gestellt. – Unser Unternehmen hat das vertikale Automotive-Team neu aufgestellt und ihm einen stärkeren internationalen Fokus verliehen, nicht nur in Bezug auf Osteuropa.

 

WEKA Sommernachtsfest 2010

Bei tropischen Temperaturen trafen sich in der Wappenhalle des alten Münchner Flughafens Riem über 600 Marketing-Entscheider und Manager aus der Elektronik-Branche, Automatisierung und ITK - und feierten beim Sommernachtsfest der WEKA FACHMEDIEN bis in die frühen Morgenstunden.

Bilder vom Fest ...

aktuell informiert

Sie erhalten regelmäßig wöchentlich wichtige Meldungen aus der Branche.

Probelesen!

Sondernewsletter vom 29.07.2010

Newsletter vom 27.07.2010

Newsletter vom 20.07.2010

Mitmachen!

Newsletter abonnieren

Was fürs Auge - unsere Bilderstrecken.

Köpfe der Automation

Das "who is who" der Automatisierungs-branche - ergänzt um einige Angaben zu den Köpfen.

Hier geht es zu den Köpfen.

Ausgewählte Fachartikel

Aktuelle Termine


Aktuelle Ausgabe

Titelseite-CundA-07-2010

Ausgabe 07/2010