Feinplanung im ERP

Auftragskontrolle ohne Dokumentationszwang

Mayer Maschinenbaugesellschaft

Viele metallverarbeitende Betriebe haben das gleiche Problem: Entstehen aus einem Werkstück mehrere Teile, die anschließend unterschiedlich bearbeitet werden, gibt es entweder Informationslücken oder einen enormen Dokumentationsaufwand. Das aus einem Projekt heraus entstandene Zero-Schneidplanverfahren der Firma Mitan schafft Abhilfe.

Anzeige

Bei der Firma Mayer Maschinenbaugesellschaft wurde im Zuge der Implementierung eines neuen ERP-Systems nun eine Informationslücke in der Produktion aufgedeckt - die fehlende Auflösung der Stückliste für die weiter zu verarbeitenden Brennteile. Das Unternehmen produziert unter der Marke „Siloking" Silage-Entnahme- und Verteilgeräte für die Landwirtschaft - insgesamt 650 Behältervarianten.

Diese Vielfalt erfordert nicht nur eine ausgefeilte Modularisierung in den Baugruppen, sondern auch eine exakte Beitragsdeckungsrechnung für jeden einzelnen Auftrag. Voraussetzung dafür ist eine präzise Auflösung jedes Arbeitsschrittes. Denn nach dem Plasma-Schneiden der Einzelteile eines Behälters aus den bis zu 20 mm starken Blechtafeln sind einige Teile tatsächlich fertig, andere dagegen bislang als fertig ausgewiesene Teile benötigen eine weitergehende Bearbeitung.

Das Problem verdeutlicht ein typischer Mayer-Schneidplan: Er beinhaltet eine Bodenplatte, die Abwicklung von Behälterwänden sowie verschiedene zugehörige Kleinteile (Behälterring, Zylinderhalter für Schieber und Flansche). Um den Verschnitt zu minimieren, sind diese Teile optimal verschachtelt. Typische Bauteile, die weitere Bearbeitungsschritte benötigen, sind Zylinderhalter: Sie müssen zweimal gekantet werden.

Zero-Schneidplan-Verfahren, Arbeitskarte
Mayer Maschinenbaugesellschaft

Um auch die weiter zu verarbeitenden Bauteile erfassen zu können, werden solche Teile beim Zero-Schneidplan-Verfahren mit der Stückzahl „0“ in der Arbeitskarte aufgelistet (links) und erhalten eigene Arbeitskarten.

Für die unbefriedigende Situation beim Handling von Schneidplänen ist beispiels- weise verantwortlich, dass aus einer Tafel gleichzeitig mehrere Teile entstehen, die im  weiteren  Produktionsablauf  unter- schiedlich bearbeitet werden müssen.

Im Prinzip gibt es in der Metallbearbeitung für dieses Problem bisher nur zwei Lösungsansätze, entweder das einfache Verfahren oder die exakte Verwaltung. Beim einfachen Verfahren werden mit der Generierung des Schneidplans alle Teile als fertig eingebucht. Die nachfolgenden Arbeitsschritte sind dann im System allerdings nicht mehr abgebildet. Bei einer exakten Verwaltung erhalten alle Teile eine eigene Artikelnummer und lassen sich daher nach dem Schneiden eindeutig in fertige und weiter zu bearbei- tende Teile selektieren.

Das  einfache  Verfahren  wurde  bei Mayer bislang über einen manuellen Anpassungsprozess - sprich Improvisation -  praktiziert,  so  dass  die  eigentliche Problematik nicht deutlich zutage trat. Erst bei der Implementierung des ERP- Systems Mitan4T zeigte sich, dass für die weiter zu verarbeitenden Teile bislang keine Stücklisten existierten. Aus diesem Grund konnten keine Arbeitspläne sowie entsprechende Arbeitskarten automatisch generiert werden.

Die ERP-Lösung  sollte  jedoch  dem  Anspruch nach vollständiger Transparenz über alle Aufträge und Arbeitsschritte genügen. Darüber hinaus galt es, die mit den bis- herigen Improvisationen verbundenen Risiken wie eine Erkrankung oder ein Ausscheiden von „Know-how-Trägern" auszuschließen. Der Wechsel auf das komplexe Verfahren mit der wesentlich exakteren Verwaltung hätte rund ein Jahr in Anspruch genommen: Bei einem Mengengerüst von 1100 Schneidplänen und 7000 Einzelteilen mit entsprechenden Artikelnummern, Stücklisten und Zeichnungen eine realistische Aufwandsschätzung - zumal die abteilungsübergreifende Datenrecherche komplex gewesen wäre.

WEKA Sommernachtsfest 2010

Bei tropischen Temperaturen trafen sich in der Wappenhalle des alten Münchner Flughafens Riem über 600 Marketing-Entscheider und Manager aus der Elektronik-Branche, Automatisierung und ITK - und feierten beim Sommernachtsfest der WEKA FACHMEDIEN bis in die frühen Morgenstunden.

Bilder vom Fest ...

aktuell informiert

Sie erhalten regelmäßig wöchentlich wichtige Meldungen aus der Branche.

Probelesen!

Sondernewsletter vom 29.07.2010

Newsletter vom 27.07.2010

Newsletter vom 20.07.2010

Mitmachen!

Newsletter abonnieren

Was fürs Auge - unsere Bilderstrecken.

Köpfe der Automation

Das "who is who" der Automatisierungs-branche - ergänzt um einige Angaben zu den Köpfen.

Hier geht es zu den Köpfen.

Ausgewählte Fachartikel

Aktuelle Termine


Aktuelle Ausgabe

Titelseite-CundA-07-2010

Ausgabe 07/2010