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24.Apr.2008
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Anfang September 2007 war alles im Lot: Die Mitglieder hatten die WirelessHART-Spezifikation angenommen, die mit der aktuellen HART7-Spezifikation veröffentlicht wurde. Erklärtes Ziel von Herstellern und HART-Communication-Foundation (HCF) war – nach der Verabschiedung der Spezifikation – zügig wirelessHART-konforme Geräte auf den Markt zu bringen. Damals war HCF-Geschäftsführer Ron Helson überzeugt, dass viele Hersteller die ersten WirelessHART-Geräte bereits im ersten Quartal 2008 vorstellen würden. Eigentlich keine überzogene Erwartungshaltung, hatten einige Hersteller schon auf der Interkama+ im April 2007 erste WirelessHART-Prototypen und Geräte-Studien auf dem HCFStand präsentiert.
Auch in diesem Jahr bleibt es bei der Vorstellung von Gerätestudien und Prototypen zu WirelessHART. Eine Ursache ist die fehlende wirelessHART-konforme Hardware. Die Technologie-Lieferanten brauchen für die Implementierung der Spezifikation in ihre Protokoll-Stacks und die Integration in die Wireless-Module länger als erwartet. Und ohne diese Technologie-Module können die Gerätehersteller ihre Sensoren und Gateways nicht mit der „echten“ WirelessHARTSchnittstelle ausrüsten.
Die ISA SP100.11a standardisiert eine einzige Wireless-Infrastruktur, auf der andere Applikationsprofile aufsetzen können.
Kurzfristig kann auch der amerikanische Chip-Hersteller Freescale nichts mehr ändern, der mit einer eigenen Produktlinie in den WirelessHART-Markt einsteigt: In der Entwicklung sind verschiedene Module, mit denen sich Sensoren, Access-Points und Gateways realisieren lassen. Erste Muster will Freescale Ende 2008 bereitstellen, größere Stückzahlen ab dem zweiten Quartal 2009.
Ein weiterer Verzögerungsgrund scheint hausgemacht: Die für die Geräte-Entwicklung und spätere Zertifizierung notwendige Test-Spezifikation ist noch in Arbeit und wird erst im Sommer zur Verfügung stehen. Mit ersten wirelessHART-konformen Geräten ist daher frühestens Ende 2008 zu rechnen. Schließlich können ohne die Test-Spezifikation weder die Hersteller noch die HART-Foundation prüfen, ob der Software-Stack korrekt implementiert wurde und die Geräte verschiedener Hersteller problemlos miteinander kommunizieren. Zudem vergibt die HCF ihr Wireless-HART-Zertifikat nur nach erfolgreichen Tests. „Echte“ WirelessHART-Geräte können deshalb noch nicht verfügbar sein.
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