ISA100.11a versus wirelessHART

Konfliktpotenzial aus Sicht der ISA

Der ISA100.11a-Standard für drahtlose Sensornetze liegt nun vor. Damit stehen die Anwender vor der Wahl zwischen zwei ähnlichen, aber dennoch unterschiedlichen Wireless-Architekturen. Ein Systemvergleich von ISA100.11a und WirelessHART.

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Aus guten Gründen wird in Europa WirelessHART besonders viel Aufmerksamkeit geschenkt: Viele der weltweit führenden Gerätehersteller sitzen in Westeuropa, das HART-Protokoll ist die dominierende Lösung für die Kommunikation von Prozessparametern und kommt jährlich in über einer Million neuer Feldgeräte zum Einsatz.

Dagegen wird die International Society of Automation (ISA) weitgehend als rein nordamerikanisches Gremium abgestempelt und die Entwicklung des ISA100.11a-Standards wurde stark politisiert. Gemeinsamkeiten zwischen Wireless-HART und ISA100.11a bestehen in vielerlei Hinsicht. Beide nutzen den Funkstandard IEEE 802.15.4, der für Anwendungen mit niedrigen Datenraten und geringem Stromverbrauch ideal geeignet ist - ein wesentlicher Aspekt bei batteriebetriebenen Geräten.

Sowohl Wireless-HART als auch ISA100.11a haben ausgeklügelte und durchaus vergleichbare Mechanismen zur Optimierung der Funkübertragung. Beide setzen auf eine mehrschichtige Maschen-Struktur (Meshed Network) mit redundanten Kommunikationspfaden für den Datenverkehr zwischen Feldgerät und Leitsystem. Vergleichbar sind auch die Security-Maßnahmen, wie die Datenverschlüsselung auf Basis des AES-128-Verfahrens und andere Vorkehrungen.

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