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14.Jul.2009
Solarstrom aus der Wüste
Industrie-Initiative unterstützt Projekt DesertecAnzeige
Ziel dieser Initiative ist die Analyse und Entwicklung der technischen, ökonomischen, politischen und ökologischen Rahmenbedingungen zur Kohlendioxid-freien Energieerzeugung (Solar- und auch Windkraftwerke) in den Wüstenregionen Nordafrikas.
Der durch die Quadrate markierte Platzbedarf für Solarkollektoren würde theoretisch genügen, um den weltweiten Strombedarf (18000 TWh/a, 90000 km²), von Europa (3.200 TWh/a, 15625 km²) und von Deutschland oder MENA (Middle-East and North-Africa) mit 600 TWh/a und 3025 km²) zu erzeugen.
Ausgangspunkt bildet das von der TREC-Initiative (Trans-Mediterranean Renewable Energy Cooperation) des Club of Rome entwickelte Desertec-Konzept, das die Vorteile einer nachhaltigen Stromversorgung für alle Regionen der Welt mit Zugang zum gewaltigen Energiepotenzial von Wüsten beschreibt. Der Club of Rome ist eine Vereinigung von Persönlichkeiten aus Wissenschaft, Kultur, Wirtschaft und Politik, mit dem Ziel, sich für eine lebenswerte und nachhaltige Zukunft der Menschheit einzusetzen.
Nach den Untersuchungen der Desertec Foundation würden theoretisch rund 90000 km² Solarkollektoren ausreichen, um den weltweiten Strombedarf zu decken. Für den deutschen Strombedarf veranschlagt die Desertec-Foundation immerhin noch solarthermische Kraftwerke mit etwa 600 TWh Jahresproduktion oder 3025 km².
Die Gründungsunternehmen der DII, deren regionaler Fokus auf Europa, Nah-Ost und Nordafrika (MENA) liegt, sind die Firmen ABB, Abengoa Solar, Cevital, Deutsche Bank, E.ON, HSH Nordbank, MAN Solar Millennium, Münchener Rück, M+W Zander, RWE, Schott Solar und Siemens.
Die Unternehmen wollen bis Ende Oktober eine Planungsgesellschaft gründen, zu deren Gesellschaftern auch die Desertec Foundation gehören wird. Zu den wesentlichen Zielen der DII gehören auch die Erarbeitung konkreter Geschäftspläne und darauf aufbauender Finanzierungskonzepte sowie der Beginn von industriellen Vorbereitungen zum Bau einer Vielzahl vernetzter und über die MENA Region (Middle-East, North-Africa) verteilter solarthermischer Kraftwerke. Ziel ist bis 2050 rund 15 % des Strombedarfs von Europa und einen erheblichen Anteil des Strombedarfs für die Erzeugerländer zu erzeugen.
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