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12.Jan.2010
LED-Leuchttaster
Energieeffizienz fängt im Schaltpult anVor etwa 15 Jahren gelang es mittels eines neuen Halbleiterwerkstoffes blaues Licht effizient zu erzeugen. Dies war die Geburtsstunde des weißen LED-Lichts. Denn nur durch die Mischung von Rot, Blau und Gelb lässt sich überhaupt weißes Licht erzeugen. In der Praxis wird ein blauer LEDChip mit Phosphor überzogen. Die Mischung aus dem blauem Licht und dem gelben Phosphor lässt die LED weiß leuchten. Aber was ist weißes Licht? Moderne Autoscheinwerfer erzeugen ein extrem „kaltes" Licht, das als unnatürlich und unangenehm empfunden wird.
Und genauso „unecht" wirkten die Farben der Druckhauben eines Leuchtmelders, wenn sie mit diesem kaltweißen Licht ausgeleuchtet wurden. Zudem wurde im direkten Vergleich Rot als Orange und Blau als Grün wahrgenommen. Abhilfe schafft wieder der Einsatz von Phosphor: Bei LEDs für die Ausleuchtung von Leuchttastern wird der Phosphor-Anteil erhöht und damit auch der Gelbanteil des Mischlichts. Das ergibt ein „warmweißes" Licht, welches dem von Glühlampen nahe kommt.
Eine LED für alle Farben: Mit dem warmweißen Licht können die klassischen bunten Druckhauben wieder ausgeleuchtet werden.
Diese Farbmischung sorgt neben der Energie-Einsparung und der längeren Lebensdauer für einen weiteren Sparfaktor im Bereich Logistik und Materialwirtschaft. Die warmweißen LEDs können die unterschiedlichen Druckhauben wie die frühere Glühlampe wieder richtig ausleuchten. Damit entfallen die Lager- und Handlingkosten für die bisher notwendigen farbigen LEDs - es gibt sozusagen nur noch „eine für alles". Rote, gelbe, grüne oder auch blaue und orange LEDs gehören der Vergangenheit an und verschwinden aus den Regalen im Werk, den Servicewagen der Techniker und den Bestelllisten der Einkäufer.
Was die Helligkeit betrifft, so sind moderne LEDs den Glühlampen überlegen. In einigen Applikationen müssen daher elektronische Dimmer die Helligkeit reduzieren, beispielsweise in Fahrerpulten an Schienenfahrzeugen. Dort wird über einen Helligkeitssensor automatisch die Leuchtstärke der Bediengeräte im Cockpit reduziert. Auch andere Applikationen im Maschinen- und Schaltanlagenbau lassen sich mit den Dimmern, die es für die Hutschienenmontage und den Frontplatteneinbau gibt, verlustarm regeln. Die Geräte verringern dazu die Betriebsspannung der Befehls- und Meldegeräte nahezu verlustfrei, wobei sowohl die minimale wie auch die maximale Helligkeit programmierbar sind.
Für Applikationen, in denen verschiedene Lastkreise über nur eine Bedienstelle gedimmt werden sollen, ist ebenso ein Master/Slave-Betrieb möglich. Im Schaltschrankbau ist es gleichfalls an der Zeit, die Glühlampe außer Dienst zu stellen. Traditionelle Leuchtmelder werden jedoch solange im Einsatz bleiben, bis Endanwender bei der Bestellung von Maschinen und Anlagen auf LEDTechnik bestehen. Denn Erstausrüster setzen immer die Materialien ein, die auf den ersten Blick billiger scheinen.
Autor: Klaus Hoppelshäuser ist technischer Leiter bei der Firma EAO Lumitas in Essen.
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