LED-Leuchttaster

Energieeffizienz fängt im Schaltpult an

LED-Taster, Bedienpanel
EAO Lumitas

Die Europäische Union will bis 2012 alle Glühlampen schrittweise abschaffen. Signallampen, wie sie in Befehls- und Meldegeräten zum Einsatz kommen, sind bislang noch davon ausgenommen. Dennoch lohnt ein Wechsel auf LEDLeuchten.

Anzeige

Seit mehr als 20 Jahre gibt es Leuchtdioden (LED) als Alternative zu Glühlampen. Damals standen die Farben Rot, Gelb und Grün zur Verfügung, allerdings mit einer eher ungenügender Helligkeit. Das Einzige, was richtig auffiel, war der hohe Preis. Schrittweise stiegen die Stückzahlen weltweit und mit jeder LED-Generation auch deren Helligkeit. Heute beträgt der Anteil von LED-Technik bei der Ausleuchtung von Befehls- und Meldegeräten etwa 40 % - Tendenz steigend. Sicher, auch heute noch ist der reine LED-Preis höher, als der von konventionellen Glühlampen.

Werden jedoch noch weitere Faktoren bei der Auswahl berücksichtigt, überwiegen die Vorteile der LEDTechnik. In der Regel halbiert sich die Stromaufnahme eines Leuchtmelders beim Einsatz von LED-Technik auf etwa 20 mA. Dies ermöglicht mitunter den Einsatz kleinerer Netzteile. Spezielle „Low-current- LEDs" erreichen ihre Helligkeit sogar schon bei 2 mA. Letztere kommen vorzugsweise in Applikationen zum Einsatz, die über Batterien oder Akkus versorgt werden. Abgesehen vom geringeren Energiebedarf der LED-Technik, rechnet sich der Einsatz allein durch die wesentlich längere Lebensdauer. Weiße Leuchtdioden haben eine Lebensdauer von 15 000 bis 20 000 Stunden; blaue und grüne rund 30 000 Stunden. Rote und gelbe LEDs erreichen sogar zwischen 60 000 und 80 000 Betriebsstunden.

Die Lebensdauer einer LED gilt zudem bereits als erreicht, wenn deren Lichtintensität erst auf 50 % der ursprünglichen Helligkeit gesunken ist - sie gibt aber auch weiterhin Licht ab. Zum Vergleich: Die Lebensdauer des Glühwendels einer Glühlampe beträgt bei 24 V(AC) durchschnittlich 6000 Stunden. Darüber hinaus haben die Lampen ein massives Problem mit Erschütterungen und Vibrationen.

Bei Applikationen, in denen die Geräte starken Erschütterungen ausgesetzt sind, sinkt die Einsatzdauer rapide. Neben den reinen Materialkosten kann sich der Personalaufwand für den regelmäßigen Austausch der Glühlampen - bei sicherheitsrelevanten Meldungen ist das obligatorisch - schnell potenzieren. In der Vergangenheit tauchten immer wieder Probleme auf, welche die konsequente Umstellung auf LED-Technik verhinderten: Wurde bei einer Gleichstrom-Verkabelung der Meldegeräte nicht penibel auf die Polung geachtet, blieb es dem Zufall überlassen, ob die LED leuchtete oder nicht.

Einer Glühlampe ist es dagegen egal, an welchem Kontakt Plus oder Minus anliegt. Die alternative Ansteuerung mit Wechselspannung schied anfangs aus, weil Bediener die durch die Schutzdiode unterdrückte Halbwelle als Flackern der Leuchtmelder wahrnahmen. Eine Brückengleichrichtung, die beide Halbwellen der Wechselspannung nutzt, behob dieses Problem. Gesockelte LEDs für Wechselspannungsbetrieb sind mittlerweile für alle Sockelgrößen erhältlich, beispielsweise für T 1,75, T 5,5; T 6,8 und Ba 9s. Somit lassen sich alle Signalgeräte-Baureihen von EAO Lumitas auf LEDTechnik umrüsten.

Was für`s Auge - unsere Bilderstrecken

Köpfe der Automation

Das "who is who" der Automatisierungs-branche - ergänzt um einige Angaben zu den Köpfen.

Hier geht es zu den Köpfen.

Ausgewählte Fachartikel

Aktuelle Termine


Aktuelle Ausgabe

Titelseite-CundA-02-2010