Sie sind hier: HomeFeldebeneVernetzung

Feldbusse: Foundation Fieldbus schnell integriert

Young Tech, koreanischer Hersteller von Stellungsreglern, steigt jetzt mit einem Foundation-Fieldbus-H1-Gerät in den Feldbus-Markt ein. Wie das Unternehmen die Implementierung der Feldbus-Technik mit Hilfe des Entwicklungspartners Softing umsetzte, zeigt der Erfahrungsbericht.

Softing, Kommunikationsmodul für den Ventil Stellungsregler YT 2500 Bildquelle: © Softing Industrial Automation
Bild 1. Das Kommunikationsmodul für den Ventil-Stellungsregler YT-2500.

Als erster koreanischer Hersteller für Stellungsregler, Volumenbooster und Positionstransmitter entschloss sich der koreanische Technologieführer Young Tech – kurz YTC, das Founda-tion-Fieldbus(FF)-H1-Protokoll in das Produkt YT-2500 zu integrieren. Zum einen, weil sich führende Anbieter für Prozessautomatisierungssysteme von 4- bis 20-mA-Anlagen abwenden, hin zu digitalen Feldbussen und zum anderen, um die Geräte-eigenen Vorteile des YT-2500 bestmöglich ausschöpfen zu können.

Dazu gehören etwa die Multi-Bit-Alarmierung, die Trendaufzeichnung, die Selbstdiagnose, vorausschauende Wartung, Alarme, erweiterte Diagnosedaten sowie höhere Genauigkeit der Datenverarbeitung. Wichtiger Zusatznutzen: Die Feldbus-Technologie ist kostengünstiger als herkömmliche Kommunikationsmodule.

Bei der FF-Implementiering griff YTC auf das FBK-2-Modul (Bild 1) von Softing zurück. Das FBK-2 bietet Standard-FF-Funktionalitäten, einschließlich FF-H1-Protokoll-Stack, Link Active Scheduler (LAS) und ATEX-Zulassung für den Einsatz in explosionsgefährdeten Bereichen.

Softing, FF Standardanwendung durch den intelligenten Stellungsregler YT 2500 und YT 2500 Transducer Block Bildquelle: © Softing Industrial Automation
Bild 2. Die FF-Standardanwendung zeigt den Datenstrom durch den intelligenten Stellungsregler YT-2500 und den YT-2500-Transducer-Block.

Darüber hinaus vereinfacht seine Auswahl an vorzertifizierten Function Blocks die Integration von Function-Block-Anwendungen in die Function Block Shell. Das FBK-2 erlaubt die Implementierung weiterer wichtiger Funktionalitäten, wie Alarmierung, Simula-tion und Readback-Parameter sowie Kaskadierung, um den reibungslosen Betrieb zum Beispiel bei der Umschaltung kaskadierter Function Blocks von Hand- auf Automatikbetrieb zu gewährleisten.

Zwar ließ sich durch die FF-H1-Hardware von Softing und der sofort ladbaren Firmware die Entwicklungszeit für den intelligenten Stellungsregler YT-2500 drastisch verkürzen, trotzdem war noch eine große Hürde zu bewältigen: Wie erstellt man einen Transducer Block, der in der Lage ist, einzelne Parameter gezielt zu parametrieren, zu kalibrieren und sie so abzubilden, dass Daten nahtlos zwischen dem FF-H1-Netz und der internen Darstellung des Stellungsreglers hin (Characterization) und zurück (De-Characterization) übertragen werden können? Hierzu verwendet Softing einen vollständigen Regelkreis auf der Feldebene zur Analyse der von den Function Blocks verarbeiteten Daten, wie ihn Bild 2 darstellt.