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Umfrage: Ethernet im Maschinenbau: Die Marktanteile bis zum Jahr 2012

Das auf anwendernahe Marktforschung spezialisierte Unternehmen Quest Techno-Marketing befragte Ende des Jahres 2010 rund 170 Maschinenbauer zu ihrer aktuellen und künftigen Nutzung von Ethernet als Feldbus.

Grafik Marktanteile Echtzeit Ethernet Protokolle 2010 - 2012 Bildquelle: © Quest Techno-Marketing

Die Marktanteile der Ethernet-Systeme im deutschen Maschinenbau – aktuell und 2012.

Jede zweite Maschine war bereits 2010 mit Ethernet ausgerüstet, davon 29 Prozent mit Ethernet-TCP/IP und 21 Prozent mit einer echtzeitorientierten Variante. 2012 sollen nach den Planungen der befragten Maschinenbauer über 70 Prozent der Maschinen mit Ethernet ausgerüstet werden - 35 Prozent mit TCP/IP und 37 Prozent auf Basis eines der Echtzeit-Protokolle.

38 Prozent der Befragten setzten 2010 an ihren Maschinen eine der verschiedenen Profinet-Varianten ein, das heißt Profinet CBA, IO oder IRT. Diese Spitzenposition wird Profinet bis 2012 auf 42 Prozent ausbauen.

Auf Rang zwei folgt Ethercat: 26 Prozent der Maschinenbauer hatten 2010 Ethercat im Einsatz. 2012 werden es laut Quest mit 24 Prozent etwas weniger Maschinenbauer sein. Dennoch bleibt der Abstand zu den anderen Ethernet-Lösungen bestehen: Powerlink erreichte 2010 einen Marktanteil von 11 Prozent, der sich ebenfalls nur leicht auf 10 Prozent abschwächt. Der goße Gewinner ist Sercos III, der von aktuell 5 Prozent auf 8 Prozent zulegt. Die Akzeptanz von Ethernet/IP wird von jetzt 10 Prozent auf 8 Prozent sinken.

Die anderen Systeme liegen Ende 2010 bei jeweils unter fünf Prozent Marktanteil: Das von der Firma Sigmatec entwickelte Varan und firmenspezifische Lösungen werden ihren Anteil bei drei Prozent halten, während Modbus an Boden verliert.

Die Umfrage fand im Oktober/November 2010 bei deutschen Maschinenbauern mit über 100 Beschäftigten in den zehn wichtigsten automatisierungsrelevanten Branchen statt. Die Trends gehen auf eine rund 80 Seite umfassende Studie zurück und sind repräsentativ, da rund 25 Prozent (168) der über 650 befragten Personen geantwortet haben.