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Elektromobilität: Tesla gibt Milliarden-Angebot für Solarfirma ab

Der Elektroauto-Hersteller Tesla Motors möchte verstärkt in den Energiemarkt einsteigen: Am 21. Juni hat er dem US-Solarunternehmen SolarCity ein milliardenschweres Übernahme-Angebot gemacht – zwischen 26,50 und 28,50 US-Dollar pro Aktie würde er zahlen.

Tesla Model 3 Bildquelle: © Tesla Motors

Tesla Motors hatte zuletzt für Medieninteresse Ende März 2016 gesorgt: bei der Enthüllung seines Mittelklasse-Elektrofahrzeuges 'Model 3'.

Aus diesem Angebot pro Aktie würde sich nach dem jetzigen Stand ein Kaufpreis von 2,6 bis 2,8 Mrd. US-Dollar ergeben, was laut dem kalifornischen Autobauer einem Aufschlag von 21 bis 30 % auf den Schlusskurs vom 20. Juni entspricht. Tesla will den Betrag in eigenen Aktien bezahlen. SolarCity kündigte an, das Angebot sorgfältig prüfen zu wollen.

Der Tesla-Chef Elon Musk ist für SolarCity kein Unbekannter: Mit einer über 20-prozentigen Beteiligung ist Musk bereits größter Aktionär von SolarCity. Zudem sitzt er als Vorsitzender im Verwaltungsrat des Solarunternehmens und war an der Gründung von SolarCity 2006 beteiligt. Beide Unternehmen sind außerdem durch verschiedene Partnerschaften miteinander verflechtet.  

Durch die Fusion solle es laut Tesla den Kunden ermöglicht werden, Energie so effizient und nachhaltig wie möglich zu nutzen – sowohl beim Autofahren als auch in Eigenheimen, Betrieben oder Geschäften. Bereits seit vergangenem Jahr bietet Tesla Stromspeicher für Privathaushalte und Unternehmen an. Ende Juli 2016 will der US-Autobauer des Weiteren eine Batteriefabrik – ‘genannt Gigafactory’ – in Nevada eröffnen, um im größeren Stil Elektrofahrzeuge fertigen zu können.