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Solarforschung: Neuer Weltrekord bei Dünnschicht-Solarzellen

Mit einem Wirkungsgrad von 22,6 % haben die Wissenschaftler des ZSW einen neuen Weltbestwert bei Dünnschicht-Solarzellen aufgestellt. Damit ist der bisherige Rekordhalter aus Japan um 0,3 Prozentpunkte übertroffen.

Forscher vom ZSW mit Weltrekordsolarzelle Bildquelle: © ZSW

Die vom ZSW produzierte Rekordzelle ist rund 0,5 Quadratzentimeter groß, ein übliches Maß für Versuchszellen.

Erst vor drei Monaten hatte das ZSW (Zentrum für Sonnenenergie- und Wasserstoff-Forschung Baden-Württemberg)  mit 22,0  % Wirkungsgrad bereits eine Bestleistung seiner Dünnschicht-Solarzellen und damit Europarekord vermeldet. Die aktuelle Verbesserung um stolze 0,6 Prozentpunkte gelang jetzt in einer hochmodernen Laborbeschichtungsanlage mit Hilfe eines Ko-Verdampfungsverfahrens. Die untersuchten Solarzellen basieren auf dem Werkstoff Kupfer-Indium-Gallium-Diselenid (CIGS). Der höhere Wirkungsgrad resultiert unter anderem durch die Optimierung des Alkali-Nachbehandlungsprozesses der CIGS-Oberfläche. Das Fraunhofer Institut für Solare Energiesysteme (ISE) hat die Ergebnisse bereits bestätigt.

In den kommenden Monaten will das ZSW gemeinsam mit dem Industriepartner Manz daran arbeiten, die neuen Ergebnisse vom Labor auf die Massenfertigung zu übertragen. Der Reutlinger Maschinenbauer Manz bietet schlüsselfertige Produktionslinien zur Herstellung von CIGS-Dünnschicht-Solarmodulen an.