Sie sind hier: HomeFeldebeneRobotik

Robotik: EU-Projekt RobMoSys gestartet

Das Projekt RobMoSys zielt unter Einbeziehung der Robotik-Gemeinschaft darauf ab, ein offenes und agiles Softwareökosystem für unterschiedlichste Einsatzbereiche zu etablieren und so die Skalierbarkeit und Qualität der Software-Entwicklung in der Robotik zu erhöhen.

EU-Projekt RobMoSys Bildquelle: © TU München

Das Projekt wird mit 8 Mio. Euro von der EU gefördert, ist am 1. Januar 2017 gestartet und hat eine Laufzeit von vier Jahren. Zu Beginn sind neun Partnern aus fünf Ländern involviert.

Konkret sieht RobMoSys (Composable Models and Software for Robotics)  vor, durch die Verwendung modellgetriebener Methoden und Werkzeuge und deren Anwendung auf bereits existierende Technologien eine großflächige Integration der unterschiedlichen Robotikplattformen zu gewährleisten und bereits entwickelte Tools für den weiteren Einsatz zu verbessern. Das Projekt etabliert hierbei eine Methodik, welche auf die Zusammensetzbarkeit von Bausteinen fokussiert. Damit soll die Modularität und die Verwaltung festgelegter Systemeigenschaften auf Modellebene unabhängig von den bestehenden Robotikplattformen und bestehendem Implementierungen sichergestellt werden.

RobMoSys bindet externe Partner aus der Robotik-Gemeinschaft über zwei offene Ausschreibungen in einem mehrstufigen Finanzierungsverfahren ein und gibt somit 50 % des Projektbudgets an die Robotik-Gemeinschaft weiter. Auf dem ersten öffentlichen RobMoSys-Workshop, der am 22. März auf dem European Robotics Forum in Edinburgh stattfindet, haben alle Akteure und potentielle Endanwender die Möglichkeit, mehr über das Projekt und ihre Möglichkeiten zur Beteiligung zu erfahren. Prof. Christian Schlegel von der Hochschule Ulm und Prof. Herman Bruyninckx von der Universität in Löwen (Belgien) werden dort die Ziele des Projektes erklären und offene Fragen beantworten. Im Verlauf des Projektes sind weitere Workshops geplant, um Ideen, Empfehlungen und Anforderungen aller Akteure aufnehmen und berücksichtigen zu können.

Das RobMoSys-Projekt wird vom Commissariat à l’énergie atomique et aux énergies alternatives (CEA, Frankreich) koordiniert. Weitere Partner sind Comau (Italien), Eclipse Foundation Europe (Deutschland), EUnited AISBL (Belgien), Hochschule Ulm (Deutschland), KU Leuven (Belgien), PAL Robotics (Spanien), Siemens (Deutschland) und die TU München (Deutschland).