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Studie zu MINT-Qualifikation
Frauenmangel in der Technik: Zu „romantische Gefühlslage“?
Der VDE hat eine umfassende Studie zu weiblichen Fach- und Führungskräften mit MINT (Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften & Technik)-Qualifikationen in der deutschen Elektronikindustrie vorgelegt. Ergebnis: Die Karriereaussichten könnten besser nicht sein, die Industrie ist des Lobes voll für ihre Technikfrauen. Warum studieren dann nicht mehr Frauen Elektrotechnik oder Mathematik? Das weiß keiner so genau - die wissenschaftlichen Erklärungsansätze sind teilweise aber bizarr.
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Soeben ist die erste umfangreiche Studie zu weiblichen Fach- und Führungskräften mit MINT-Qualifikationen in Deutschlands Elektronikindustrie erschienen. Das Ergebnis: Gemischte Teams arbeiten besser und effizienter als reine Männerteams, Frauen studieren intensiver, haben bessere Fremdsprachenkenntnisse und mehr Praxiserfahrung, sind bei der Bewerbung häufig erfolgreicher als ihre Kollegen, verdienen beim Berufseinstieg mindestens so viel wie ihre männlichen Kollegen, besetzen jede zehnte MINT-Stelle, davon einen großen Anteil mit Führungsverantwortung, und interessieren sich insbesondere für forschungs- und anwendungsnahe Tätigkeiten.
Es spricht also alles für die Frauen - schade nur, dass es so wenige weibliche Elektrotechnik-Studentinnen gibt, die mal zu besagten Fach- und Führungskräften werden könnten. Die Erhöhung des Frauenanteils ist seit vielen Jahren ein erklärtes Ziel von Politik und Wirtschaft – nur geht es leider im Schneckentempo voran. Die Erhöhung der Zahl der Studienanfängerinnen in der Elektrotechnik von rund sieben auf nun zehn Prozent hat über zehn Jahre gebraucht. Grund genug aus Sicht des VDE, das Projekt mit „höchster Priorität“ voranzutreiben. Sein Ziel: den Frauenanteil binnen 20 Jahren auf 20 Prozent zu verdoppeln.
Es ist nicht so, dass nicht viel getan würde. Seit rund vier Jahren existieren zwei Großprojekte, großzügig gefördert vom Bundesministerium für Bildung und Forschung als Bestandteil der Qualifizierungsinitiative der Bundesregierung "Aufstieg durch Bildung": Komm-mach-MINT, ein „Nationaler Pakt für Frauen in MINT-Berufen“ , der sich dafür einsetzt, mehr und besseren MINT-Unterricht an den Schulen zu etablieren, um mehr MINT-Studienanfänger und Absolventen zu erreichen. Und „MINT Zukunft schaffen“, eine Initiative der deutschen Wirtschaft, bestehend aus mittlerweile 1.000 MINT-Einzelinitiativen, davon 191 für Mädchen und Frauen. Beide Initiativen kooperieren.
1. Teil: Frauenmangel in der Technik: Zu „romantische Gefühlslage“?
2. Teil: Der Studienwunsch aus dem Fernsehen
3. Teil: Macht Technik unweiblich?
Weiterführende Links:


